Rechtsextremismus : Runder Tisch berät über "Thor Steinar"

Bei einem Runden Tisch wollen Politiker, Anwohner und Experten am Donnerstag gemeinsam über den Umgang mit dem umstrittenen "Thor Steinar"-Laden in Mitte beraten. Vorgesehen ist die Vereinbarung von gemeinsamen Aktivitäten gegen Rechtsextremismus im Bezirk.

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"Thor Steinar muss weg": Mehrmals haben bereits Demonstranten gegen das Bekleidungsgeschäft in der Rosa-Luxemburg-Straße...Foto: dpa

BerlinZu der Veranstaltung im Roten Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz hat Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) eingeladen. Zu dem Runden Tisch wird auch die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR) erwartet. Sie soll Hintergrundinformationen liefern.

Das Bezirksamt behält es sich nach eigenen Angaben als Veranstalter vor, vom Hausrecht Gebrauch zu machen. Mitgliedern oder Sympathisanten der rechten Szene soll der Zutritt verwehrt werden. Rechtsextreme haben Berichten zufolge bereits versucht, Anlieger einzuschüchtern, die gegen das Geschäft protestiert hatten.

In der Rosa-Luxemburg-Straße hat am 1. Februar ein Textilgeschäft eröffnet, das die umstrittene Modemarke "Thor Steinar" vertreibt. Der Verfassungsschutz bezeichnet die Marke als "ein identitätsstiftendes Erkennungszeichen" für Rechtsextremisten. Auf den Laden waren bereits mehrfach Farbanschläge verübt worden.

Der Vermieter, die Impala Immobilien GmbH, hat den Mietvertrag mit dem Betreiber mittlerweile gekündigt. Auch werde bald Räumungsklage eingereicht, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Ein Rechtsvertreter des Unternehmens soll am Runden Tisch teilnehmen. (ps/ddp)

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