Berlin : Reform der Taxipreise: Gratis im Stau

kt

Die Reform der Taxipreise steht. Die Senatsverkehrsverwaltung hat nach Angaben ihrer Sprecherin Petra Roland die gemeinsamen Vorschläge der Taxiinnung und des Taxiverbandes akzeptiert und wird jetzt eine Vorlage für den Senat verfassen. Nach dessen Zustimmung können die neuen Tarife wahrscheinlich noch im Februar in Kraft treten. Dann steigen zwar die Kilometerpreise, Fahrten können aber trotzdem billiger werden, weil zahlreiche andere Gebühren entfallen.

Kurze Stopps, etwa vor Ampeln, kosten in Zukunft kein Geld mehr; Wartezeiten bis zu jeweils zwei Minuten werden nicht mehr berechnet. Derzeit kostet eine Stunde Wartezeit 40 Mark, wobei minutenweise abgerechnet wird. Auch die bisherige Bestellgebühr entfällt. Aufgehoben wird zudem die Trennung in einen Tag- und einen - teureren - Nachttarif.

Erhöht werden die Preise für die zurückgelegten Kilometer - bis zu sieben Kilometer kostet die Fahrt dann jeweils 3 Mark, danach reduziert sich der Kilometerpreis auf 2 Mark. Bisher gab es drei Preisstufen: Jeweils 2,20 Mark für die ersten sechs Kilometer, 2 Mark dann bis zu zehn Kilometer und 1,80 Mark bei noch längeren Strecken. Der Zuschlag von jeweils 20 Pfennig für Nachtfahrten und Touren am Sonntag entfällt nun. Die Einschaltgebühr steigt von 4 Mark auf dann 5 Mark, und der "Winkemanntarif" wird mit 6 Mark ebenfalls eine Mark teurer. Er gilt für zwei Kilometer, aber nun ohne die bisherige Koppelung an ein Zeitlimit von fünf Minuten.

Zunächst ausgeklammert worden ist nach Rolands Angaben der Vorschlag, Festpreise für Fahrten vom Flughafen Tegel zu Hotels in der Innenstadt einzuführen.

Die Tarifänderung ist ein Kompromiss. Die Innung wollte die seit fünf Jahren unveränderten Preise erhöhen, der Verband dagegen wollte tendenziell billiger werden und so neue Kunden anlocken.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben