• Regierung drängt auf „La Belle“-Regelung Außenministerium will zügigen Vergleich der Opfer mit Libyen

Berlin : Regierung drängt auf „La Belle“-Regelung Außenministerium will zügigen Vergleich der Opfer mit Libyen

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Das Auswärtige Amt (AA) drängt offenbar die Anwälte der Opfer des Bombenanschlags auf die Diskothek „La Belle“ zu einem zügigen Vergleich in den Schadensersatzverhandlungen mit den libyschen Unterhändlern. Die „Gunst der Stunde“ müsse genutzt werden, zitiert die Zeitschrift „Focus“ aus einem Schreiben des AA an sechs Juristen, die an den Verhandlungen beteiligt sind. Bei dem Anschlag waren am 5. April 1986 in Berlin drei Menschen getötet und etwa 200 verletzt worden. Verantwortlich soll der libysche Geheimdienst gewesen sein. Vor den womöglich entscheidenden Geheimgesprächen in Berlin am kommenden Wochenende befürchten die AAExperten dem Bericht zufolge, dass die Unterstützung der EU für die deutsche Forderung nach einem Schadenersatz für etwa 160 Opfer nachlassen könne. Das aktuelle Angebot der Libyer für die nächste Verhandlungsrunde liegt laut „Focus“ bei knapp 15 Millionen Dollar. Die Opfer-Anwälte fordern 98,15 Millionen. dpa

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