Regionalexpress in Berlin und Brandenburg : RE 1 soll länger werden und öfter fahren

Ein Plan, bei dem Pendler aufjauchzen: Die Bahn überlegt, die Züge des RE1 zu verlängern. Es gibt aber ein Problem.

Zwischenhalt Berlin-Hauptbahnhof. Der RE1 ist eine der meistbefahrenen Linien im Nordosten.
Zwischenhalt Berlin-Hauptbahnhof. Der RE1 ist eine der meistbefahrenen Linien im Nordosten.Foto: Thilo Rückeis

Pendler von und nach Berlin können sich möglicherweise auf Verbesserungen freuen – jedenfalls sofern sie mit der Regionalexpresslinie 1 unterwegs sind. Die Züge von Magdeburg beziehungsweise Brandenburg/Havel fahren zweimal in der Stunde über Berlin nach Cottbus beziehungsweise Frankfurt (Oder) und zurück. Besonders im Berufsverkehr sind sie häufig stark ausgelastet.

Manche Bahnsteige sind zu kurz

Bei der Deutschen Bahn gibt es deshalb nun Überlegungen, die Züge künftig mit sechs statt mit fünf Doppelstockwaggons fahren zu lassen. Das erklärte ein Vertreter der Deutschen Bahn im Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung in Potsdam. Allerdings sind auf der Strecke nicht alle Bahnsteige lang genug für sechs Waggons. Außerdem berichtete der Bahnvertreter, dass auch eine Verdichtung des Takts erwogen werde. Bisher hatte sich die Bahn in dieser Frage angesichts der Kapazitäten der Strecke Richtung Berlin skeptisch gezeigt. Beide Maßnahmen sollen als Bestandteil der Neuausschreibung der Strecke in diesem Jahr diskutiert werden, hieß es.

Die Linie RE1 verkehrt von Magdeburg Hbf über Brandenburg Hbf, Werder und Potsdam Hbf. In Berlin hält der Zug in Berlin-Wannsee, Berlin-Charlottenburg, Berlin Zoologischer Garten,Berlin Hbf, Berlin Friedrichstraße, Berlin Alexanderplatz, Berlin Ostbahnhof. Über Erkner und Fürstenwalde (Spree) geht es weiter gen Osten in Brandenburg. mar/HK/AG

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