Berlin : Reichstag: Tag der offenen Tür lockt tausende Besucher an

Kerstin Kohlenberg,Sthephan Wiehler

Die Kuppel des Reichstags glich gestern einem vollbesetzten Karussel. Tausende Besucher waren am ersten Tag der offenen Tür auf Besichtigungstour im Parlamentsgebäude unterwegs. Die Abgeordneten waren ausgezogen, um den Bürgern Platz zu machen. Mandatsträger und Beamte des Hauses hatten unterdessen draußen ihre Zelte aufgeschlagen. Rund um das Reichstagsgebäude spazierten die Menschen über einen Marktplatz der Demokratie. "Die rennen uns hier die Hütte ein", sagte Stephan Bull, der vor dem Info-Bus "Bundestag auf Touren" seinen ersten Tag als freier Mitarbeiter in der Öffentlichkeitsarbeit erlebte.

Etwas mau sah es dagegen noch im Zelt des Petitionsausschusses auf der Ostseite des Reichstages aus. Ewald Zimmermann, Beamter des Ausschussdienstes, hielt mit einem Kollegen die Stellung, während die Besucher vorbeiströmten. Immerhin: "Mit der Resonanz unter den Abgeordneten sind wir sehr zufrieden". Von ihnen käme immer mal wieder einer vorbei und stehe Bürgern zur Verfügung, für die man außerdem CD-Roms und Broschüren über die Arbeit des Ausschusses parat hält.

Nebenan, vor dem Zelt der unabhängigen Fraueninitiative, machten es sich ältere Damen auf Gartenstühlen gemütlich. Ulrike Mascher, Parlamentarische Staatssekretärin von der SPD und die CDU-Abgeordnete Annette Widmann-Mauz plauderten mit ihnen. An der Nordseite hatten die fünf Bundestagsfraktionen ihre Zelte in einheitlichem weißen Plastik aufgebaut, alle mit einem internetfähigen Computer ausgestattet. Wir haben uns umgeschaut, wie sie sich darstellten - und vor allem, welche Abgeordneten sich zum Gespräch einfanden.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben