Reiseträume : Auf der ITB: Zwischen Usedom und Aruba

Der Anfang vieler Reiseträume: Am Wochenende dürfen Besucher auf die ITB. Wir verlosen Eintrittskarten.

Hella Kaiser

Wer die Welt auf der ITB bereisen will, kommt an Polen nicht vorbei. „Wir haben die beste Lage“, freut sich Klaus Klöppel vom Polnischen Fremdenverkehrsamt. Denn die Halle 15.1 liegt gleich rechts hinter dem Eingang Ost am ICC. Seit Jahren präsentiert sich Polen üppig an dieser Stelle in den Landesfarben Rot und Weiß. Im Mittelpunkt steht diesmal die Woiwodschaft Pomorskie (Pommern) mit der mehr als 1000 Jahre alten Hansestadt Gdansk (Danzig). Kilometerlange Ostseestrände besitzt die Region, an denen nicht nur gebadet, sondern auch geschunkelt wird. Die Lieder dazu spielen auf der Messe zwei Shantygruppen live. „Es sind junge Bands, die das peppig und rockig auf die Bühne bringen“, sagt Klöppel.

Wer Polen rechts liegen lässt und links herum spaziert, landet gleich in Halle 14 bei Berlin und Brandenburg. Der ideale Ort, um Frühlingsausflüge zu planen. Hunderte von Reiseideen zwischen Havelland, Fläming, Prignitz, Uckermark und Spreewald sind einzusammeln. Wer hier schon hängen bleibt, wird als Globetrotter versagen. Ein ordentlicher Fußmarsch ist es bis zur Halle 26 nach Asien. Taiko-Trommler werben hier für Japan, China stellt per Bildvortrag am Sonnabend (14 Uhr) sowie Sonntag (12 Uhr) stolz den Yangze-Fluss vor. Davor und danach könnte man mal eben nach Indonesien laufen, um anmutige Tänzerinnen zu bewundern.

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Überraschend nah an Asien liegt Afrika (Halle 20). Wer von einer Safari träumt, kann hier entscheiden, wo er die Elefanten anschauen möchte: In Südafrika, in Mosambik, Botsuana oder Sambia? Selbst Simbabwe präsentiert sich auf der Messe.

Die Österreicher in Halle 17 haben ein Herz für Weltreisende, die eine Pause brauchen. Im Sommergarten wartet ein echter Wiener Fiaker für gemütliche Runden. Eisenbahnfans haben für so etwas keine Zeit. Die begeben sich eilig zum Freigelände zwischen den Hallen 1.2 und 3.2: Dort ist der Nostalgiezug „TEE Rheingold“ zu besichtigen. Am Sonntag, gegen 12.30 Uhr, werden wahre Herthafans jede Reise unterbrechen, egal, ob sie sich auf den Faröer Inseln (Halle 18), in Guadeloupe (Halle 3.1) oder Syrien (Halle 23) befinden. Denn in Halle 12, am Stand 103 der Deutschen Bahn, geben die Fußballer Marc Stein und Maximilian Nicu Autogramme. Sie sind nicht zu verfehlen: Das beleibte Hertha-Maskottchen Herthinho ist auch anwesend.

 Fürs alte und neue Europa bleibt nur noch wenig Zeit, ist man erst mal in Halle 2.1 gelandet. Dort präsentiert sich Nordamerika, vor allem mit den im wahrsten Sinne des Wortes raumgreifenden Zielen New York und Florida. Um leibhaftig in den Sonnenscheinstaat zu gelangen, müsste man entweder nach der Messe (auf der ITB kann nichts gebucht werden) tief in die Tasche greifen – oder man hat (bis Sonntagmittag) bei Animod (Stand 104, Halle 10.1) eine Frage richtig beantwortet und die nötige Portion Glück dazu. Um 15.30 Uhr wird ermittelt, wer zwei Wochen gratis und mit Begleitperson in Florida Urlaub machen kann.

Am Ende des Weltreisetages darf man ermattet in einen Strandkorb sinken. Sieben Stück hat Mecklenburg-Vorpommern (Halle 6.2) angeschleppt. Der 400.000 Euro teure Messestand soll „den Himmel, das Wasser und die Weite des Nordostens“ symbolisieren. Oh, ist der Himmel nicht oft regengrau? Ob solcher Vorurteile kann Pressesprecher Tobias Woitendorf nur lachen. „Laut amtlicher Statistik liegen vier der sechs sonnenreichsten deutschen Regionen in Mecklenburg-Vorpommern“, sagt er stolz. Deshalb sei der Auftritt des Bundeslandes in diesem Jahr emotionaler und nicht mehr so „cool und funktionell“ wie in den Vorjahren. Man wolle sich gar nicht mehr mit deutschen Konkurrenten vergleichen, sondern eher mit den „bunten Mitbewerbern aus aller Welt“. Mit anderen Worten: Usedom statt Aruba, Rügen anstelle von Surinam.

Nach einem ITB-Tag schwirrt dem Besucher der Kopf. Länder verschmelzen, Ozeane verschwimmen, Sambatrommeln haben ungarische Weisen aufgemischt. Am Ausgang fragt der Mitarbeiter eines Marktforschungsinstituts, wie der Eindruck von der Messe war. „Positiv“, so urteilten rund 95 Prozent der Privatbesucher im vergangenen Jahr. Auch dieses Jahr dürfte das Ergebnis nicht anders ausfallen.

Wir verlosen 5 mal 2 Eintrittskarten unter den Einsendern einer E-Mail mit dem Stichwort „ITB“ an die Adresse verlosung@tagesspiegel.de. Bitte eine Telefonnummer angeben, unter der Sie persönlich zu erreichen sind. Einsendeschluss: heute 18 Uhr.

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