Rekordzahlen : 230.000 besuchten Goya-Ausstellung

Die Goya-Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie hat bis zu ihrem Ende am Montagabend 230.000 Besucher angezogen. Die umfassende Werkschau von Francisco de Goya hat damit alle Erwartungen übertroffen.

Berlin - Mit 230.000 Besuchern ist die spektakuläre Berliner Goya-Ausstellung in der Nacht zum Dienstag zu Ende gegangen. Die Veranstalter sprachen von einem «Sensationserfolg». Die seit dem 13. Juli gezeigte Ausstellung in der Alten Nationalgalerie war am letzten Tag bis Mitternacht geöffnet, in den Tagen zuvor sogar bis 3 Uhr nachts. Ab 18. Oktober ist sie in Wien zu sehen. Es war die bisher umfassendste Werkschau des spanischen Malers Francisco José de Goya y Lucientes (1746-1828).

«Wir sind alle geschafft, aber es war herrlich», sagte eine Museumssprecherin. «Solch magische Zahlen hätten wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht erhofft», sagte Kurator Moritz Wullen. Er sei vor Beginn von maximal 180.000 Besuchern ausgegangen. «Jetzt ist die Ausstellung aber bundesweit der größte Erfolg dieses Jahres mit einem alten Meister geworden», sagte Wullen.

Die Ausstellung sei sehr teuer gewesen, betonte Peter Raue vom veranstaltenden Verein der Freunde der Nationalgalerie. «Wir haben keinen Gewinn gemacht, werden aber eine "schwarze Null" schreiben. Aber darum ging es nicht, wir wollen bedeutende Ausstellungen in die Stadt holen. Der Goya-Erfolg macht Mut zu mehr.»

Die Hauptstadt bietet in diesen Tagen und Wochen einen wahren Ausstellungsmarathon. Seit vergangenen Freitag ist die Neue Nationalgalerie Gastgeberin einer Schau zum 20-jährigen Bestehen des Musée Picasso in Paris. Im Mittelpunkt der Retrospektive steht «Der private Picasso». Ebenfalls bis zum 22. Januar sind am gleichen Ort rund 100 Werke des in Düsseldorf lebenden, schwer kranken Malers Jörg Immendorff zu sehen.

In der Berlinischen Galerie wurde am Samstag unter dem Titel «Die Geburt des Deutschen Expressionismus» mit 200 Werken eine der bedeutendsten Ausstellungen zum 100. Jahrestag der Künstlergruppe «Die Brücke» eröffnet (bis 15. Januar). Das Museum Hamburger Bahnhof will noch bis zum 23. April einen neuen Blick auf die Bandbreite der Sammlung von Friedrich Christian Flick eröffnen. Dabei sind Künstler wie Bruce Nauman, Richard Serra und John Cage vertreten. (tso/dpa)

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