Berlin : Renaissance der Altstädte

Förderung hat Priorität - Wohnungen sind gefragt

-

Brandenburgs historische Innenstädte profitieren von zwei Entwicklungen, die ansonsten meist kritisch gesehen werden: vom teils dramatischen Bevölkerungsrückgang und von der immer älter werdenden Einwohnerschaft. Beides löst eine verstärkte Nachfrage nach Wohnungen in den Zentren aus. Hier bestehen kurze Wege zum Einkaufen, zum Arzt- oder Restaurant, zu Angehörigen und Freunden.

In den Außenbezirken mit ihren immer weniger gefragten Plattenbauten dünnt sich dagegen das Dienstleistungsangebot aus, zumal seit Mitte der neunziger Jahre mehrere tausend Wohnungen abgerissen wurden. Deshalb haben die Innenstädte bei der Vergabe von Fördermitteln inzwischen Priorität gegenüber Neubausiedlungen auf der Wiese.

Seit 1990 kostete die Erneuerung der Brandenburger Städte insgesamt 2,2 Milliarden Euro Steuergelder. Rund ein Viertel dieser Summe kam den 29 in der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ zusammengeschlossen Orten zugute. Hinzu kommt die drei- bis vierfache Menge an privaten Mitteln. Gerade die Sanierung alter Häuser verschlingt viel Geld, das den Eigentümern oft fehlt. Aber nicht nur der Staat hilft mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten. Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bezuschusst Reparaturen.

Meist werden lokale Handwerker beauftragt. Auf sie warten noch viele Nachfragen: Erst die Hälfte aller Arbeiten in den Altsdtädten ist geschafft. Ste.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben