• Renée-Sintenis-Schule in Berlin-Frohnau: Umzug nach Deckeneinsturz läuft chaotisch ab

Renée-Sintenis-Schule in Berlin-Frohnau : Umzug nach Deckeneinsturz läuft chaotisch ab

Die Umzugsfirma kam mit nur acht Kartons: Bei der Räumung der Frohnauer Grundschule, in der die Decke eingestürzt war, gab es Probleme. Die Schüler werden jetzt auf drei Standorte verteilt.

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Die Renée-Sintenis-Schule in Frohnau muss wahrscheinlich monatelang gesperrt bleiben.
Die Renée-Sintenis-Schule in Frohnau muss wahrscheinlich monatelang gesperrt bleiben.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Acht Umzugskartons für eine ganze Grundschule, das reichte nicht: Bei der Räumung und Neuorganisation der Renée-Sintenis-Grundschule in Frohnau, wo voriges Wochenende die Decke im Treppenhaus eingestürzt war und deren Hauptgebäude seitdem gesperrt ist, gibt es offenbar Probleme. Personalrat Christoph Kohlstedt spricht von Chaos. Das vom Bezirksamt Reinickendorf beauftragte Umzugsunternehmen sei mit viel zu wenig Personal und Material erschienen. Mit nur zwei Lieferwagen und acht Kartons seien das Arbeitsmaterial und die Möbel in die neuen Klassenzimmer transportiert worden und dort unsortiert zu einem „wilden Durcheinander auf zusammengestellte Tische und Stühle aufgetürmt worden“. Lehrer hätten bis zur Erschöpfung gearbeitet, selbst Umzugskartons nachgekauft und ohne Schutzkleidung auch die gesperrten Räume betreten, um beim Umzug zu helfen. Er sei skeptisch, dass es wie geplant bereits ab diesem Donnerstag mit dem Unterricht weiter gehen könne.

Stadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) bestätigte, dass es anfänglich Probleme gegeben habe, das Bezirksamt hätte aber so bald wie möglich Verstärkung geschickt. Inzwischen seien die Räumung und die Bereitstellung der neuen Zimmer nahezu abgeschlossen. Das Hauptgebäude der Renée-Sintenis-Schule wird nach Einschätzung von Schultze-Berndt noch bis weit ins nächste Schulhalbjahr gesperrt bleiben. Auf einer Elternversammlung war von Januar 2015 die Rede. Die Zwischendecken würden jetzt abgenommen, um das Ausmaß der Schäden zu erkennen. An zwölf weiteren Schulen im Bezirk soll geprüft werden, ob es ähnliche Mängel gibt.

Neun Klassen der ersten bis dritten Jahrgangsstufe werden jetzt in Hort- und Neubauräumen am Schulstandort unterrichtet. Die Viert- bis Sechstklässler müssen zu rund vier Kilometer entfernten Schulen pendeln, der Gustav-Dreyer- Grundschule und dem Georg-Herwegh-Gymnasium. Elternvertreter fordern, dass Container auf dem Schulgelände aufgestellt werden.

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