Berlin : Renn-Saison eröffnet: Stallgeruch mit Kohlrouladen

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Kohloulade mit Molle und Korn nur neun Mark 90 - gestern wurde auf der Trabrennbahn Mariendorf bei mildem Wetter und mit vielen Auszeichnungen die neue Renn-Saison eröffnet. Die Preise, die im Rahmen einer kleinen Zeremonie verliehen wurden, beziehen sich immer auf das vergangene Jahr. Ein spannendes Rennen gab es natürlich auch - um den Preis der "Bild"-Zeitung Berlin-Brandenburg.

Die Champions-Trophäe der Berufsfahrer im Jahr 2000 konnte mit 472 Siegen Heinz Wewering aus Castrop-Rauxel entgegennehmen, der einen doppelten Sieg verzeichnete: Wewering, dessen Pferde insgesamt fast 100 Millionen Mark Preisgelder einbrachten, wurde gleichzeitig als bester Trainer ausgezeichznet. Allein sieben Mal holten die Pferde des 51-jährigen beim Deutschen Traber-Derby Lorbeer. Der Vize-Champion ist wie im Vorjahr der Berliner Michael Hönemann mit 274 Siegen. Der Drittplatzierte der Berufsfahrer im Jahr 2000 heißt Heiner Christiansen. Die 25 Jahre alte Andrea Sohr aus Straubing bekam die Trophäe für den besten Auszubildenden, Amateursiegerin wurde Rita Drees, Besitzerchampion der Stall November, den der Düsseldorfer Industrielle Michael Schröter und seine aus Österreich stammende Frau Theresa im westfälischen Ottmarsbocholt (Gestüt Lucky Kotten) leiten. Züchter-Champion wurde Alwin Schockemöhle, der allerbeste deutsche Deckhengst ist Diamond Way aus dem Stall Lucky Kotten. Besitzer: Alwin Schockemöhle. Last but not least - Traber des Jahres ist der 1997 geborene Abano AS, der zu gleichen Teilen Schockemöhle, Julis H. Smit und Paul Wals gehört. Den Preis der "Bild"-Zeitung gewann "Florino Elgin" von Paul Wels.

Konsul Hermann Gerbaulet, Vorstandsvorsitzender des Berliner Trabrenn-Vereins, zeigte sich stolz darauf, dass die hochrangige Ehrungszeremonie in Mariendorf ausgetragen wurde. Dies sei, sagte er, ein Zeichen für eine bessere Zukunft für den Trabrennsport in Berlin. Auch Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner sprach von einem großen Imagegewinn für die Stadt. Die Mehrheit der eifrig spielenden Besucher am Rande der Rennbahn freute sich jedoch in erster Linie über das angenehme Klima und die bodenständigen Verpflegungsmöglichkeiten. Die Kohlrouladen gingen schon am frühen Nachmittag zur Neige.

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