Berlin : Rentnerin achtete nicht auf Verkehr

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Eine 79-jährige Fußgängerin ist am Montag von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Dies teilte die Polizei erst gestern mit. Die Rentnerin war ohne Beachtung des Verkehrs gegen 10.40 Uhr auf die Fahrbahn der Lise-Meitner-Straße in Charlottenburg getreten. Der 51-jährige Fahrer eines Pkw konnte nicht schnell genug bremsen. Der Wagen erfasste die Frau und schleuderte sie beiseite. Trotz der schnellen Erstversorgung durch einen Notarzt starb die Rentnerin wenig später im Klinikum Westend.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres sind bereits 22 Menschen im Berliner Straßenverkehr getötet worden, deutlich mehr als im Vorjahr. Setzt sich dieser Trend fort, wird die Zahl der Verkehrstoten in diesem Jahr erneut steigen. 1999 hatte es mit 103 Verkehrstoten erstmals seit Jahrzehnten einen Anstieg gegeben. 1998 waren nur 85 Menschen getötet werden.

Auffällig ist in diesem Jahr besonders, dass vor allem Fußgänger tödlich verletzt wurden. 13 der 22 Unfalltoten waren zu Fuß unterwegs und wurden dabei von Fahrzeugen erfasst. Zudem starben vier Rad- und fünf Autofahrer. Meist hatten die Fußgänger bei Rotlicht oder ohne Beachtung des Verkehrs die Straße überqueren wollen. Häufig war Alkohol im Spiel. Nach Angaben der Polizei hatte bei dem Unfall in der Lise-Meitner-Straße der Zehlendorfer Autofahrer keine Schuld an dem tödlichen Unfall. Alkohol war nicht im Spiel. Die Polizei bittet Unfallzeugen, sich mit dem Verkehrsunfalldienst der Direktion 2 in der Moritzstraße 10, Telefon 3301 51 230, in Verbindung zu setzen.

Bei einem weiteren Unfall wurde am Dienstag früh ein 56-jähriger Radfahrer schwer verletzt. Der Reinickendorfer wollte bei roter Ampel die Osloer Straße Ecke Heinz-Galinski-Straße überqueren. Dort wurde er von einem BVG-Bus der Linie 150 erfasst, der Richtung Bornholmer Straße unterwegs war. Der Radler kam mit einem Schädelbruch ins Krankenhaus. Nach Angaben mehrerer Zeugen hatte der Busfahrer "Grün".

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