Restaurants : Senat prüft Ekellisten für ganz Berlin

Die Berliner Landesregierung erwägt, die von einzelnen Bezirken erstellten oder geplanten Negativ- und Positivlisten von Restaurants als Modell auf ganz Berlin auszuweiten.

Allerdings sei es zum jetzigen Zeitpunkt „noch zu früh, um Aussagen über den Erfolg des Modellprojekts zu machen“, sagte Verbraucherschutzsenatorin Katrin Lompscher (Linke) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus.

Die Senatorin will sich am heutigen Freitag mit Vertretern der Bezirksämter treffen, um die bisherigen Erfahrungen vor allem im Bezirk Pankow auszuwerten. Dort haben die als „Ekellisten“ öffentlich diskutierten Aufstellungen von Restaurants mit schlechten hygienischen Bedingungen eine kontroverse Debatte provoziert. Zudem gibt es dort aber auch eine Positivliste des Bezirksamtes, die allerdings bislang nur wenige Gaststätten aufführt.

Ekel-Lokale in Pankow
Ekellisten wird es wohl nicht in ganz Berlin geben, kontrolliert wird trotzdem.Weitere Bilder anzeigen
1 von 25Foto: dpa
29.07.2009 08:29Ekellisten wird es wohl nicht in ganz Berlin geben, kontrolliert wird trotzdem.



Kürzlich haben weitere Bezirke wie Marzahn-Hellersdorf und Steglitz-Zehlendorf erklärt, mit eigenen Restaurantlisten Modellversuche starten zu wollen, die vor allem Positivbeispiele gut geführter Gaststätten anführen sollen.

Für eine Entscheidung, welches System für ganz Berlin sinnvoll ist, sei es noch zu früh, sagte die Verbraucherschutzsenatorin jetzt. Das soll zum Jahresende beschlossen werden. Generell sind aus Sicht des Senats aber „alle Modelle begrüßenswert, die zu einer besseren Information der Verbraucher beitragen“. lvt

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