Berlin : Revierkämpfe in der Heide

Urvieh. Der Wisent ist das größte Landsäugetier Europas. In der Döberitzer Heide lebt er jetzt wie in freier Natur. Foto:Jochen Lübke (dpa)
Urvieh. Der Wisent ist das größte Landsäugetier Europas. In der Döberitzer Heide lebt er jetzt wie in freier Natur. Foto:Jochen...Foto: dpa

Elstal - Am Montag sind in der Döberitzer Heide unweit von Spandau elf Wisente und sieben Przewalski-Urpferde in ein riesiges Areal entlassen worden. In dem rund 2000 Hektar großen Gebiet sollen die Tiere das landschaftlich einmalige Bild einer Heide erhalten. „Das schaffen sie vor allem mit ihrer Fresslust“, sagte Lothar Lankow, Geschäftsführer der Sielmann-Naturlandschaft Döberitzer Heide. Die vom 2006 verstorbenen Tierfilmer Heinz Sielmann ins Leben gerufene Stiftung hatte den einstigen Truppenübungsplatz nach dem Abzug der russischen Truppen vor 15 Jahren gekauft.

Die jetzt aus dem Schaugehege und aus norddeutschen Herden stammenden Wisente können sich praktisch wie in freier Wildbahn fühlen. Ein 21 Kilometer langer, mit elektrischem Strom geladener Zaun verhindert ein Ausbrechen. Außerdem haben zwei Tiere einen Sender erhalten, der ständig ein GPS-Signal sendet. Da die Gruppe aus drei Bullen und acht weiblichen Tieren besteht, rechnen die Fachleute bald mit Nachwuchs.

Besuchern sollen Fahrten zu den Herden angeboten werden. Mit einem Safari-Bus geht es in die Heide, die es in dieser Form in der Nachbarschaft keiner anderen europäischen Großstadt gibt. Kommenden Sonnabend findet zur Eröffnung der Wildniskernzone zwischen 10 und 18 Uhr ein Besuchertag statt (Einfahrt von der B 5 in Höhe Olympisches Dorf). Geboten werden Wanderungen, Safaritouren, Infostände und Spezialitäten aus der Region. Ste.

Infos unter www.sielmann-stiftung.de

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