Berlin : Revolt

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Rockbands mit nur drei Musikern haben häufig etwas gemeinsam: Sie verzichten auf unnötige Spielereien, sind gradlinig und haben diese ganz besondere Energie. So war das bei The Who, Nirvana, Placebo – und so ist das bei Revolt. Mehr als Gitarre, Schlagzeug und Bass brauchen die nicht für ihren sperrigen, aber hoch melodiösen Sound. Abel, Matze und Tobi kommen aus Friedrichshain. Sie singen auf Englisch, mit unüberhörbar deutschem Akzent. Das klingt an keiner Stelle peinlich, sondern passt einfach. Wirklich! Die Texte von Revolt sind gesellschaftskritisch, handeln von Widerstand und Aufruhr – so wie es sich für eine gute Rockband gehört. Oder, wenn man es noch genauer definieren will: wie es sich für eine gute Post-Hardcore-Noise-Rockband gehört. Was mir an Revolt noch gefällt, ist die Tatsache, dass die Gruppe nicht auf musikalischen Modewellen mitschwimmt, nicht plötzlich wie so viele andere Rockbands auf New-New-Wave macht. Revolt sind eigensinnig, spielen die Gitarre mit drei Bassseiten. Manchmal haben sie etwas Autistisches an sich. Aber im positiven Sinn.

Daniel Lieberberg leitet bei Universal die Abteilung „Rock/Alternative natinal“.

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