Berlin : Revolutionäre und gute Bürger

Ganz wie damals.

Napoleons Soldaten hatten gestern im Nikolaiviertel kein einfaches Los. Bei hochsommerlichen Temperaturen galt es trotz militärischer Montur Contenance zu bewahren, während es sich die französisch „besetzten“ Berliner und deren Gäste an den zahlreichen Wirtstischen im Freien gut gehen ließen. Statt wie diese ein Bierglas zu stemmen, mussten Napoleons Vasallen bei der „Historiale“ mit Trommeln und im Paradeschritt um die Nikolaikirche marschieren. Dort flatterte gestern die Trikolore wie anno 1807 im Augustwind. Das macht sie auch am heutigen Sonntag nochmals – von 10 bis 15 Uhr zum Historiale-Markt im Nikolaiviertel. hema

Bürger für den Wedding. Dieser „Wedding Day“ hat nichts mit dem Heiraten zu tun, aber ganz viel mit einem Kiez, der lebt und für den sich immer mehr Menschen engagieren. Alle zwei Jahre trommelt Evelyn Fischer, die bei der dort ansässigen „Deutschen Welle“ die Intendanz leitet, zur „Langen Nacht der Museen“ Projekte und Initiativen auf dem früheren AEG-Gelände zu einem „Fest von Bürgern aus dem Wedding für den Wedding!“ zusammen. Diesmal waren es 80 Schulen, Unternehmen, Kitas, die sich vorstellten, während Kinder vieler Nationen eine Kletterwand hochkraxelten oder Fußball spielten. Auf dem Programm standen so unterschiedliche Dinge wie eine Soap des „Prime Time Theater“ und eine Schau von „Modetrends rund ums Kopftuch“ des Berliner Unternehmens „Walk of Islam“. Bi

Gegen Gift im Gras. Rund 300 Menschen haben nach Polizeiangaben am Sonnabend an der 11. Hanfparade in Berlin teilgenommen. Unter dem Motto „Gib mir 5 – Gegen Gift im Gras!“ demonstrierten die Teilnehmer für eine Legalisierung des heimischen Anbaus von Hanf zum eigenen Bedarf. Sie zogen vom Fernsehturm durch die Innenstadt. ddp

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