Berlin : "Revolutionäre Zellen": Neuer Prozess wegen Terror-Anschlägen

Das im April ausgesetzte Verfahren gegen vier mutmaßliche Mitglieder der "Revolutionären Zellen" wird am 17. Mai vor dem Landgericht Berlin neu aufgerollt. Das bestätigte am Donnerstag eine Justizsprecherin des Berliner Kammergerichts. Die Verhandlung war unterbrochen worden, nachdem der Bundesgerichtshof die Anklage gegen den im Opec-Prozess freigesprochenen Rudolf Schindler bestätigt hatte.

Auf Grund der erfolgreichen Beschwerde der Bundesanwaltschaft muss sich Schindler nun ab Mai in Berlin neben seiner Ehefrau Sabine Eckle und drei weiteren mutmaßlichen RZ-Mitgliedern wegen Terroranschlägen vor Gericht verantworten. Ebenso wie die übrigen Mitangeklagten soll er seit 1985 der Berliner Zelle der RZ angehört haben.

Nach Ansicht der Bundesanwaltschaft war er einer der Rädelsführer der linksextremistischen Gruppe und gemeinsam mit den vier Mitangeklagten an der Vorbereitung und Durchführung von vier Anschlägen in Berlin beteiligt.

Schindler, der nach dem Frankfurter Freispruch im Februar aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, sitzt seit Ende März wieder hinter Gittern. Gegen seine Haftentlassung hatte die Bundesanwaltschaft erfolgreich Beschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt.

Schindlers Anwalt Hans Wolfgang Euler will seine Beschwerde gegen den Haftbefehl spätestens am Montag beim Bundesverfassungsgericht einreichen. "Es besteht keine Fluchtgefahr" sagte Euler.

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