Berlin : „Rhythm is it“: Tänzer vor der Abschiebung

Initiative für Vollwaisen Olayinka Shitu gestartet

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Gerade hat er beim zentralen Festakt zur Deutschen Einheit in Potsdam getanzt – jetzt droht ihm die Abschiebung: Olayinka Shitu, viel beklatscher Darsteller im preisgekrönten Film „Rhythm is it“ über ein Tanzprojekt der Berliner Philharmoniker mit Sir Simon Rattle für benachteiligte Jugendliche. Der gebürtige Nigerianer besitzt nach einem Bericht der RBB–Abendschau den niedrigsten Aufenthaltsstatus, die Duldung – und diese läuft am 31. Dezember aus. Der heute 19jährige Vollwaise kam vor vier Jahren nach Deutschland, seine Eltern und Geschwister waren einer Brandstiftung im Bürgerkrieg zum Opfer gefallen. Jetzt haben Freunde eine Initiative für den Charlottenburger gestartet, der nach dem Filmerfolg von einer Hauptschulförderklasse auf die Realschule gewechselt war. Den Brief an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und Innensenator Ehrhart Körting (beide SPD) haben Mitglieder des Bundestages, Universitätsvertreter und Beschäftigte der Filmbranche unterzeichnet. Die Anwältin von Shitu, Rita Maria Brucker, hat jetzt an die Ausländerbehörde appelliert, die Entscheidung zu überprüfen. kög

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