Berlin : Richard Leuthold (56), Maler

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„Ich bin seit drei Jahren arbeitslos und engagiere mich nun als Streikhelfer. Meine Firma war tarifgebunden. Irgendwann ging ihr die Luft aus, sie musste Konkurs anmelden. Die Chancen, einen Job zu bekommen, sind schlecht derzeit. Die Malerfirmen stellen keine Leute ein, sie nehmen sich lieber Leiharbeiter. Die Branche krankt daran, dass Mindestlöhne, die für Ungelernte eingeführt wurden, heute an Facharbeiter gezahlt werden. Immer mehr Leute auf den Baustellen haben keine Ausbildung. Die kriegen eine Zange in die Hand und sind dann Eisenflechter. Es kann doch nicht sein, dass Subunternehmer Billigarbeiter beschäftigen, während unsere Leute Arbeitslosengeld bekommen. Ich fürchte, irgendwann zahlt niemand mehr ein, weil alle arbeitslos sind“.

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