Richtfest am Kurfürstendamm : Haus Cumberland ist bald fertig - und sein Nachbar auch
15.09.2012 17:17 UhrDie Umgestaltung und Sanierung des denkmalgeschützten Haus Cumberland am Kurfürstendamm für etwa 120 Millionen Euro geht dem Ende entgegen. Am Sonnabend luden die Investoren Dirk Germandi, Detlef Maruhn und Thomas Bscher zum Richtfest ein, und Anfang November wollen drei Geschäfte öffnen: ein „14 oz.“-Store des Gründers der Modemesse Bread & Butter, Karl-Heinz Müller, ein Modeladen der Marke Brunello Cucinelli und ein Shop des Uhrenherstellers Maurice Lacroix. Etwas später folgt ein Restaurant des Borchardt-Wirts Roland Mary.
Die 166 Wohnungen und 17 Penthäuser sind alle verkauft und sollen zwischen Ende dieses Jahres und Mitte 2013 bezugsfertig werden.
Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) nannte die Luxuswohnanlage eine Bereicherung: Die Preise lägen zwar „leicht über dem Mietspiegel“, scherzte er, aber „wir brauchen Wohnraum in allen Segmenten“. Die Bauherren vermieten keine Wohnungen, zu den Erwerbern gehören aber Kapitalanleger, die dies planen. Der Durchschnitts-Quadratmeterpreis für das „Feine Wohnen am Kurfürstendamm“ (Eigenwerbung) liegt bei 4800 Euro und in den Penthäusern um 7500 Euro. Kein Wunder also, dass viele Teilnehmer des Richtfests erkennbar keine Normalverdiener waren und ein bisschen Sylter Atmosphäre herrschte.
Der Altbau mit fünf Höfen war einst als hotelähnliches „Boarding House“ nach Plänen des Architekten Robert Leibnitz errichtet worden. Dieser hatte auch das alte Hotel Adlon entworfen. Aber die Bauherren des Boarding Houses waren schon vor der Eröffnung pleite. Letzter Nutzer des 10 000-Quadratmeter-Areals zwischen Bleibtreu- und Schlüterstraße war die Oberfinanzdirektion, die 2002 auszog. Seitdem stand es leer und diente nur als Filmkulisse; Umbaupläne der Orco-Gruppe scheiterten.





















