Berlin : Riviera des Nordens

Raus aufs Wasser – als Schwimmer. Rund um Berlin locken hunderte Badeseen. Einige sind versteckt, andere haben riesige Strände

Annette Kögel

Spaß auf dem Wasser – als Schwimmer oder Taucher, mit dem Kanu oder der Segeljolle, auf Wasserskiern oder dem Surfbrett: Auf jeder Sonderseite zur Serie stellen wir ein maritimes Vergnügen in Berlin und Brandenburg vor.

Zug um Zug durchs samtene Wasser gleiten, von den unteren Schichten am Körper angenehm gekühlt: Badefreuden kann man in Berlin und Brandenburg vielerorts erleben. Im Strandbad Müggelsee muss man ein wenig waten – erst dann wird’s tiefer. Dafür können Kinder schön planschen. Für Rollstuhlfahrer gibt es einen behindertengerechten Zugang – und zudem einen großen FKK-Bereich. Das Freibad Friedrichshagen wird vom Verein „Turngemeinde in Berlin“ betrieben – man kann es für Kinderfeiern mieten. Am 21. August trifft man sich hier zum traditionellen Müggelseeschwimmen. Und natürlich sind überall am Müggelsee versteckte wilde Badestellen mit Sandstränden, vor allem am West- und Südufer.

Doch die Berliner finden auch außerhalb der Stadtgrenzen große und kleine Sommerbäder sowie unzählige natürliche Badestellen. Mit mehr als 30 000 Kilometer Flussläufen und 3000 Seen ist Brandenburg eines der wasserreichsten Bundesländer. Doch nicht überall kann und darf gebadet werden. Wer sich informieren möchte, bevor er die Badehose einpackt, kann etwa im Internet auf der Homepage des Umweltministeriums nachschauen. Dort sind über 200 Badestellen mit ihren Besonderheiten verzeichnet. Die Wasserqualität wird während der Saison vom 15. Mai bis 15. September von den Gesundheitsämtern überprüft. Auch die Tourismus Marketing GmbH Brandenburg kennt sich aus. Was für ein Spaß, die geschwungene Wasserrutsche im Freibad Klausdorf am Mellensee südlich von Berlin! Wie schön, die „Riviera Brandenburgs“, der Senftenberger See in der Lausitz mit langem Sandstrand. Wie klar, der Helenesee im östlichen Brandenburg. Wie urig, der Sabinensee! Schön entspannen kann man auch im Nordosten, etwa am Großen Stechlinsee oder am Parsteiner See. Ganz stadtnah locken Neuendorfer und Templiner See.

Mitunter erlebt man aber auch Überraschungen. Viele Seen sind so schön naturbelassen und zugewuchert, dass einem Schilf und Röhricht glatt den Weg ins Wasser versperren.

Strandbad Müggelsee, Fürstenwalder Damm 838, tägl. 10-19 Uhr, 4 Euro p.P. (erm. 2,50), Tel.: 6487777, www.berlinerbaederbetriebe.de. Freibad Friedrichshagen, Müggelseedamm 216, Tram 60/61 bis Nawrockistraße (www.tib1848ev.de). Alles im Internet: reiseland-brandenburg.de sowie www.mlur.brandenburg.de/badestellen

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