Berlin : Robert-Jungk-Schule: Richtfest für das neue Domizil in Wilmersdorf

CD

Für den Neubau der Robert-Jungk-Gesamtschule an der Emser Straße 51 wird am Freitag um 11 Uhr das Richtfest gefeiert. Die 1973 als 1. Oberschule Wilmersdorf gegründete Lehrstätte hatte ihr altes Gebäude an gleicher Stelle 1989 wegen Asbestverseuchung räumen müssen; 1993 folgte der Abriss. Seitdem ist die Schule provisorisch in einem Altbau und Containern an der Pfalzburger Straße untergebracht.

Am Festakt nehmen Bezirksbürgermeister Michael Wrasmann sowie Bau- und Jugendstadtrat Alexander Straßmeir (beide CDU) teil. Das vierstöckige Gebäude mit Klinkerteilen an der Fassade wurde von Architekten des Bauamts entworfen und erinnert an die klassische 20er-Jahre-Architektur. Es soll Ende 2001 fertig sein. Den Siegerentwurf aus einem Architektenwettbewerb gab der Bezirk aus Geldmangel auf. Der Senat hatte anfangs fast 100 Millionen Mark in Aussicht gestellt, die Summe dann aber halbiert. Der Baubeginn verzögerte sich deshalb um mehrere Jahre.

Schließlich wurde der Grundstein im Mai 1999 gelegt. Gleichzeitig benannte sich die Schule nach dem Zukunftsforscher Robert Jungk (1913 bis 1994). Vorangegangen war eine Abstimmung, bei der zwei Drittel der Schüler, Elter und Lehrer für diese Bezeichnung votierten. Zwischenzeitlich hatten die CDU-Mehrheit im Bezirk und ihre damalige Schulstadträtin Brigitte Safadi-Fischer eine Benennung nach dem ermordeten israelischen Premierminister Jitzhak Rabin bevorzugt. Letztlich konnten Schulvertreter die Politiker aber umstimmen.

Nach der Rückkehr an den früheren Standort soll die Schülerzahl von zurzeit rund 400 auf 720 steigen. Es wird auch wieder eine gymnasiale Oberstufe geben. Momentan fehlt dafür der Platz. Außerdem wird der Neubau im Gegensatz zum provisorischen Quartier behindertengerecht, was Integrationsklassen ermöglicht. Der Senat hat einen Ganztagsbetrieb genehmigt. Zur künftigen Ausstattung gehören eine Hausbücherei, ein Schülercafé, eine Videowerkstatt, ein Schulgarten und ein gläserner Mehrzweckraum im Eingangsbereich. Den Sparzwängen geopfert wurden ein Jugendfreizeitheim und eine Zweigstelle der Stadtbibliothek im Gebäude.

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