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Rockervereinigung : Mordanschlag auf früheren Berliner Hells-Angels-Chef

Der 50-jährige Holger B., früherer Berliner Hells-Angels-Chef, wurde in der Nacht zu Montag verletzt auf seinem Grundstück in Altlandsberg bei Strausberg gefunden. Noch ist unklar, ob es sich bei dem Angriff um Rache handelte.

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Auf einen früheren Chef der Berliner Hells Angels ist nach Tagesspiegel-Informationen ein Mordanschlag verübt worden. Der 50-jährige Holger B. war einst Präsident des Ost-Berliner Charters, also der örtlichen Dependance der Rockerbruderschaft, deren Vereinsheim sich in Hohenschönhausen befindet. Auf seinem Grundstück in Altlandsberg bei Strausberg wurde B. in der Nacht zu Montag gefunden. Offenbar hatten Unbekannte auf den Ex-Hells-Angels-Chef eingestochen. B. wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik gebracht. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt an der Oder bestätigte dem "Tagesspiegel" (Dienstagsausgabe), dass dem Rocker in Beine und Oberkörper gestochen worden war. Es wird wegen versuchten Mordes ermittelt.

B. war Tagesspiegel-Informationen zufolge vor etwa drei Jahren wegen Unregelmäßigkeiten in der Vereinskasse unehrenhaft aus der Bruderschaft entlassen worden. In „Bad Standing“ bei den Hells Angels rauszufliegen, wie es im Milieu heißt, kann unangenehme Folgen haben. Mitglieder der Vereinigung dürfen nach Rockerlogik einen derart Entlassenen demütigen. Noch ist unklar, ob es sich bei dem Angriff um Rache handelte, da B. schon lange nicht mehr Mitglied der Angels ist. Im Berliner Nachtleben war der Mann aber auch in den vergangenen Jahren noch bekannt – so soll er Umgang mit Männern aus dem Umfeld einschlägig bekannter arabischer Familien und mit konkurrierenden Rockern gehabt haben.

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