Rollbergkiez in Neukölln : Nachbarschaftsgärten sind in Gefahr

Die Neuköllner "Prachttomate" arbeiten seit sechs Jahren auf einer Brachfläche im Rollbergkiez. Doch nun wurde ihnen gekündigt. Es gibt wenig Hoffnung.

Die Stadtgärtner der „Prachttomate“ in Neukölln. Der Pachtvertrag ist abgelaufen.
Die Stadtgärtner der „Prachttomate“ in Neukölln. Der Pachtvertrag ist abgelaufen.Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Ein Neuköllner Gartenprojekt kämpft um seine Existenz. Die freiwilligen Gärtner der „Prachttomate“ beackern seit sechs Jahren eine Brachfläche im Rollbergkiez. Nun droht ihnen das Aus: Bereits im September kündigten die Eigentümer einer der drei Teilflächen an der Bornsdorfer Straße den Gärtnern den Vertrag.

Eine vorläufige Duldung bis zum 15. November wurde vereinbart und ist nun abgelaufen. Ein Runder Tisch mit dem Bezirksamt und der Eigentümergesellschaft kam zu keinem Ergebnis. Es wird geprüft, ob die öffentliche Hand für das schlauchförmige Grundstück als Käufer infrage kommt.

Doch selbst dann ist der Weiterbestand nicht sicher, denn der Bezirk braucht Raum für soziale Einrichtungen. Auch weitere Gärten in Berlin sind bedroht, etwa die Kreuzberger Prinzessinnengärten und das Himmelbeet in Wedding.

Gemeinsam mit dem Berliner Netzwerk Urbaner Gärten wollen sie daher am Samstag, dem 18. November, ab 14 Uhr vor dem Neuköllner Rathaus demonstrieren.

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