ROMA-ZUZUG : Gewerbezahl steigt sprunghaft an

ROMA



Die Bezeichnung „Roma“ ist umstritten: Manche Zuwandererfamilien haben das Wort aus ihrem Wortschatz verbannt, aus Angst vor Stigmatisierung. Politiker umgehen es häufig, indem sie von Rumänen, Bulgaren oder Polen sprechen. Das aber verzerre die Problemlage, heißt es in Neukölln. Weil nicht die Nationalitäten gemeint seien, habe man sich für den Titel „Roma-Statusbericht“ entschieden.

GEWERBE

Nicht nur die Zahl der Schulanmeldungen steigt, auch die der Gewerbe: 2400 Anmeldungen von Rumänen und Bulgaren gab es im März allein in Neukölln. Auf diesem Weg haben die Zuzügler Anspruch auf Sozialleistungen und Krankenversicherung.

POLITIK

Der Senat unterstützt Beratungsträger wie Südost Europa e.V. und Amaro Drom. Zudem soll bald eine Arbeitsgruppe aus den betroffenen Bezirken (u.a. Mitte, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg) und Senatsverwaltungen zusammentreten. Der Bezirk kritisiert, dass Zuständigkeiten auf Senatsebene nicht klar geregelt seien. Es sei kaum absehbar, wie viele Zuwanderer noch kommen. „Deshalb braucht es verlässliche Konzepte und Ressourcen für Lehrer, Sprach- und Kulturmittler und Kleinklassen“, sagt Stadträtin Franziska Giffey. msl

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