Berlin : Romanze unterm roten Stern

Themen – Trends – Termine Valentinstag in der Russischen Botschaft

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Bofis Beisetzung. Der Grafiker und Karikaturist Manfred Bofinger wird am heutigen Donnerstag auf dem Friedhof Alt-Stralau beigesetzt. Das teilte der Aufbau-Verlag mit. Zuvor gibt es um 13 Uhr eine Trauerfeier in der Kirche, zu der neben Familie, Verwandten und Freunden auch Prominente aus der Verlagsbranche und Karikaturistenszene erwartet werden. Bofinger („Bofi“) war am 8. Januar 2006 im Alter von 64 Jahren in Berlin gestorben. Manfred Bofinger gehörte seit Jahrzehnten zu den profilierten und beliebten ostdeutschen Künstlern seines Genres. ddp

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Roger Waters in Berlin . Es ist das einzige Konzert in Deutschland: Der kreative Kopf der Rockgruppe Pink Floyd, Roger Waters, kommt am 8. Juni nach Berlin. Er bringt das komplette Konzeptalbum „The Dark Side of the Moon“ auf die Kindl-Bühne Wuhlheide, wie ein Sprecher der Marek Lieberberg Konzertagentur gestern in Frankfurt am Main sagte.

Daneben stehen weitere Hits der Pink-Floyd-Ära sowie aus der Solokarriere des 62-jährigen Briten auf dem Programm. „Dark Side of the Moon“ wurde 1973 veröffentlicht und machte Pink Floyd zu Superstars. Das Album verkaufte sich fast 40 Millionen Mal und war nahezu zwei Jahrzehnte weltweit in den Charts vertreten. ddp

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Film und Vergangenheit. Das Touro College lädt heute zu einem Vortrag über die Darstellung der Juden im Film. Der Professor für Zeitgeschichte an der Universität Wien, Frank Stern, und Ulrich Georg vom Verein „Freunde der Deutschen Kinemathek“ erörtern an Deutschlands einziger amerikanisch-jüdischer Privatuniversität die Darstellung der Juden im Film von den ersten Kinotagen bis heute. Diskutiert wird etwa darüber, ob eine Komödie über den Holocaust gedreht werden darf und wie die Darstellung den Opfern gerecht wird. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Touro College, Am Rupenhorn 5. ddp

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Im Handumdrehen weg. Innerhalb von 25 Minuten waren gestern die Karten für das Zusatzkonzert von Depeche Mode ausverkauft. Wegen der großen Nachfrage hatten die Veranstalter am 28. Juni ein weiteres Konzert angesetzt. Die rund 42 000 Tickets für die ursprünglich angekündigten zwei Waldbühnen-Konzerte am 12. und 13. Juli waren auch im Handumdrehen weg. Tsp

Charme-Offensive in der Russischen Botschaft: Dorthin hatten Botschafter Vladimir Kotenev und seine Frau Maria aus Anlass des Valentinstages eingeladen. Kindliche Engel mit weißen Kleidern und großen silbernen Flügeln nahmen die Gäste in Empfang, drückten den Damen kleine rote Herzen auf die Wangen und den Männern weiße Nelken in die Hand. Dann gab es ein Konzert der großartigen, in Moskau geborenen Sopranistin Jaroslava Golovanova , in dem, eingebettet zwischen einem „Ave Maria“ und „Kalinka“ verschiedene russische Romanzen zum Themenkomplex „Dich lieben, dich umarmen und um dich weinen“ Einblicke in russische Seelenwelten gaben. Niemand bezweifelte, dass diese Party überwiegend die Handschrift von Maria Kotenev trug, die im hellblauen Kleid mit schwingendem Rock und langen goldblonden Haaren fast wie einst die bezaubernde Jeannie zwischen den Gästen umherwirbelte. Aber auch den Botschafter zog es immer wieder auf die Tanzfläche und heraus aus dem Wappensaal, in dem unter anderem herzförmige Erdbeertorte serviert wurde. Wirtschaftsminister Michael Glos , der Protokollchef des Auswärtigen Amtes Bernhard von der Planitz mit Frau Gisela , Adlon-Chef Thomas Klippstein , seine Kollegin Uta Felgner vom Schlosshotel im Grunewald, Event-Manager Manfred Schmidt und Banker Andreas Graf von Hardenberg gehörten zu denen, die über die neuen Aspekte der russischen Kultur staunten. Ein kleiner Junge namens Gabriel sang mit Sonnenbrille internationale Popklassiker unterm blinkenden roten Stern, bis die Gastgeberin dazu aufforderte, dass sich alle an den Händen fassen und im Kreis tanzen sollten. „Die beiden öffnen Herzen“, befanden einige Gäste, für die dieser Abend ein neues Russlandgefühl markierte. Der Valentinstag werde in ihrer Heimat immer populärer, erklärte die Sängerin. Zum Abschied gab es weiße Rosen. Bi

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