Berlin : Rosenblätter und Ovationen

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Am Ende von Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 7 gab es stehende Ovationen für Zubin Mehta und das Israel Philharmonic Orchestra. Schon im ersten Teil des Konzerts zu Ehren der 40jährigen diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel war der Violinist Maxim Vengerov stürmisch gefeiert worden. Noch lange blieben die 2400 Gäste, darunter die Präsidenten Horst Köhler und Moshe Katsav mit ihren Frauen, die früheren Präsidenten Roman Herzog und Richard von Weizsäcker und zahlreiche Spitzenpolitiker und Prominente beim anschließenden Empfang zusammen, der umgehend als ein gesellschaftlicher Höhepunkt der Saison gefeiert wurde. Rosenblätter schmückten die weiß gedeckten Tische, auf denen Wein und israelische Hors d’oeuvres warteten. Sponsoren unter anderem aus New York und Tel Aviv hatten den Abend ermöglicht, bei dem es sehr demokratisch zuging. Vor der strengen israelischen Sicherheit sind alle gleich, da müssen sich sogar Anne und Walter Momper durchchecken lassen. Die Sitzplatzkarten gab es nach dem Zufallsprinzip am Eingang, was viele organisatorische Vorteile hatte. Und am Schluss zogen sich die Präsidenten nicht in abgeschirmte VIP-Bereiche zurück, sondern plauderten mitten im Foyer mit den Gästen, die Botschafter Shimon Stein geladen hatte. Auch die Reden waren ganz entspannt. Als Katsavs immer wieder von Beifall unterbrochen wurde, sagte er: „Wenn der Applaus so weitergeht, haben Sie vielleicht bald einen weiteren Kandidaten für die Wahl zum Bundeskanzler.“ Bi

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