Berlin : Rosenthaler Vorstadt: Stadtbild unter Schutz

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Das Bezirksamt hat für zwei weitere Gebiete in der Rosenthaler Vorstadt in Mitte beschlossen, dass Neubauten oder Sanierungsarbeiten das historisch gewachsene Stadtbild nicht gravierend stören dürfen. Eines der Areale, für die die so genannte Erhaltungsverordnung nun gilt, liegt rund um den Arkona- und den Zionskirchplatz. Es wird durch die Bernauer, die Schwedter, die Veteranen- und die Brunnenstraße begrenzt. Das andere besteht aus dem Block Schröder-, Berg-, Tor- und Gartenstraße. Dort liegen der Heinrich-Zille-Park und das Stadtbad. Nach Angaben des Stadtplanungsamtes müssen sich Bauherren bei Sanierungen und beim Neubau, beispielsweise was Dachneigungen, Traufhöhen und Fassaden angeht, stark nach dem bestehenden Stadtbild richten. Die Verordnung gilt bereits in fünf weiteren Gebieten des Sanierungsgebiets Rosenthaler Vorstadt.

Dem Beschluss liegt ein Gutachten zu Grunde, das die erhaltenswerten Eigenarten der Gebiete beschreibt. Ein Areal nördlich der Elisabethkirche gilt danach beispielsweise als Zeugnis der Berliner Vorstadtentwicklung nach 1850. Gewerbe und Wohnhäuser sind typisch für die Brunnenstraße, ein alter Kaufhausbau aus der Zeit um die Jahrhundertwende erinnert an ihren Charakter als Geschäftsstraße. Schmale Häuserblöcke nördlich des Arkonaplatzes zeugen von einem alten Bebauungsplan, der zweigeschossige Gebäude vorsah. Im späten 19. Jahrhundert wurden dann aber auch dort Vier- oder Fünfgeschosser errichtet.

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