Berlin : Rostocks Ränke trainiert künftig TeBe

NAME

Er stellte sein Konzept vor, redete von Strategien, erläuterte taktische Vorstellungen, sprach von Zielsetzungen, beantwortete kompetent auch die eine oder andere Fachfrage. Was Peter Ränke da seinem dreiköpfigen Auditorium innerhalb einer Stunde vortrug, fand durchaus Anklang. Der 48-Jährige wurde ein paar Stunden später als Trainer des Fußball-Oberligisten Tennis Borussia eingestellt. Er erhält einen Zweijahresvertrag. Zuletzt hatte Ränke vier Jahre lang bei den Amateuren des Bundesligisten Hansa Rostock gearbeitet, seine Mannschaft beendete die gerade abgelaufene Oberligasaison als Vierter. Er tritt bei TeBe die Nachfolge von Claudio Offenberg an, der vom Verein beurlaubt worden war, nachdem die Spieler gegen ihn den Aufstand geprobt hatten.

„Ränke ist einer, der sich in der Oberliga bestens auskennt“, nennt Axel Lange, der Vorsitzende des TeBe-Aufsichtsrates, einen der wesentlichen Gründe, warum seine Wahl auf diesen Mann fiel. Bei der Vorstellung von Ränkes Konzept saßen gestern zudem die beiden Vorstandsmitglieder Erhard Rösler und Peter Antony mit am Tisch. Der Vorstandsvorsitzende Klaus Schumann fehlte, er macht Urlaub.

Zwei weitere Kandidaten für den Trainerposten hatte TeBe noch im Auge. Aber der bei den Fans der Lilaweißen sehr beliebte Stanislav Levy, der früher als Spieler sowie als Ko- und Interimstrainer für die Borussen tätig war, stand im Wort beim 1. FC Saarbrücken, wo er künftig als Trainerassistent arbeiten wird. Und Thomas Herbst (früher Hertha Zehlendorf) erhielt von TeBe nach dem Entscheid für Ränke eine Absage.

Der geschasste Claudio Offenberg, der bis 2003 bei TeBe unter Vertrag stand, macht derweil in Spanien Urlaub. Die Beurlaubung Offenbergs kommt die Borussen teuer zu stehen. Ein hoher fünfstelliger Euro-Betrag wird da fällig. Dabei ist der Verein bettelarm. „Natürlich haben wir uns die Frage gestellt, wie sollen wir das überhaupt finanzieren“, sagt Axel Lange, „aber es hilft ja nichts, wir mussten handeln.“ Karsten Doneck

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben