Berlin : Rot-Rot in Berlin: Neue Sprecher für neuen Senat

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Kurzporträt: Der neue Senat Die Journalisten in Berlin müssen sich mit neuen Senatssprechern vertraut machen. Sprachrohr des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit soll SPD-Parteisprecher Michael Donnermeyer werden. Als Wirtschaftsredakteur und Jugendbildungsreferent begann er seine berufliche Laufbahn, entschied sich dann aber für eine Parteikarriere. Der 40-jährige Sozialdemokrat war Pressereferent der Landes-SPD und der SPD-Fraktion im brandenburgischen Landtag, arbeitete 1998 in der Wahlkampfcrew Gerhard Schröders mit, jetzt spricht er für die Bundespartei. Donnermeyer ist seit 1981 SPD-Mitglied und leitet im Berliner Landesverband den Fachausschuss "Hörfunk, Fernsehen, Neue Medien".

Der kleinere Koalitionspartner PDS wird den stellvertretenden Senatssprecher stellen. Regierungschef Wowereit darf sich "seinen" Sprecher selbst ausssuchen, bei der PDS ist die Auswahl des Vize-Sprechers gemeinsame Angelegenheit von Bürgermeister Gregor Gysi, Landeschef Stefan Liebich und Fraktionschef Harald Wolf. Die besten Chancen werden dem 48-jährigen Günter Kolodziej eingeräumt, der sich als Pressereferent der PDS-Fraktion im Abgeordnetenhaus einen guten Ruf als undogmatischer, präziser, zuverlässiger und umgänglicher Sprecher erworben hat.

Im Gespräch ist aber auch Reiner Oschmann, Sprecher der PDS-Bundestagsfraktion, in den achtziger Jahren Korrespondent des Neuen Deutschland in London. In dieser Zeit schrieb er allerdings nicht nur Zeitungsberichte, sondern lieferte auch "Einschätzungen von Regierungs- und Oppositionspolitik, Parteien, Politikern und Journalisten" an die Stasi. Offizielle Entscheidungen stehen aber noch aus. Der Senat wird voraussichtlich am Dienstag über die Berufung der beiden Regierungssprecher beschließen.

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