Berlin : ROTATION

DAS GESETZ

Im Mai 1999 trat das „Verwaltungsreform-Grundsätze-Gesetz“ in Kraft. Paragraph 6 besagt: „Ein Instrument gezielter Personalentwicklung ist der geplante Wechsel auf verschiedene, gleichwertige Aufgabengebiete (Rotation). Er findet grundsätzlich alle fünf bis zehn Jahre statt. Rotation in mehreren unterschiedlichen Aufgabenbereichen ist regelmäßig Voraussetzung für die Übertragung von Führungsaufgaben.“Die einzelnen Verwaltungen gehen damit aber offenbar sehr unterschiedlich um.

DIE REALITÄT

„In vielen Behörden gibt es die Rotation nur auf dem Papier“, meint der Vorsitzende des Berliner Beamtenbundes, Joachim Jetschmann. Es sei Konsens in der Verwaltung, dass die Rotation „weitgehend leergelaufen“ sei, so ein internes Papier. Justiz-Staatssekretär Hasso Lieber widerspricht. Rotation werde „systematisch“ betrieben. Präzise Zahlen gibt es immerhin von der Polizei. Nach Angaben einer Sprecherin rotierten in den Jahren 2007 und 2008 insgesamt 72 von 260 Beamten des höheren Dienstes. sve

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