Berlin : Rotes Kreuz feierte Jahrestag der Wiederzulassung

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Am 10. November 1949 unterzeichnete der Berliner Oberbürgermeister Ernst Reuter die Wiederzulassungsurkunde für das Deutsche Rote Kreuz in Berlin, das dadurch wieder in der Stadt tätig werden konnte. Faktisch allerdings nur für die drei Westsektoren, für den Ostteil der Stadt und die gesamte DDR wurde das DRK erst im Jahr 1952 wiedergegründet. Den 50. Jahrestages dieses Ereignisses nutzte der Berliner Landesverband gestern zu einem Festakt im Roten Rathaus. Das gesamte Deutsche Rote Kreuz war nach dem zweiten Weltkrieg wegen zu großer Nähe zu den Nationalsozialisten von den Alliierten aufgelöst worden. Die ersten Anfänge in Berlin gab es dann bereits 1947 im amerikanischen Sektor.

Heute zählt der Berliner Landesverband rund 100 000 Mitglieder und 3000 hauptamtliche Mitarbeiter. 3000 Menschen sind ehrenamtlich für das Rote Kreuz tätig. Die Aufgabenbereiche reichen von der Altenpflege über Beratungsstellen und Kindertagesstätten bis zur Zuwandererhilfe. Die Bilanz des vergangenen Jahres nennt unter anderem folgende Zahlen für die DRK-Arbeit: So stehen in den neun Seniorenheimen 565 Plätze für alte Menschen zur Verfügung. Beim fahrbaren Mittagstisch wurden an die rund 3400 Teilnehmer 1998 1,1 Millionen Essen augegeben. In den zwölf Kindertagesstätten wurden 1200 Kinder betreut. Und der Rettungsdienst fuhr mehr als 12 000 Notfalleinsätze, ebenso wurde die gleiche Zahl an Krankentransporten geleistet. Auch im Bereich der Wasserwacht machten sich die DRK-Aktiven mit insgesamt 2500 Rettungseinsätzen an Berliner Badestellen und in Schwimmbädern verdient.

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