Route Nummer 3 : Vom S-Bahnhof Hennigsdorf nach Spandau (18 Kilometer)

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Direkt am Rande des großen Vorplatzes des S- und Regionalbahnhofes Hennigsdorf (1), an dem die S 25 aus Teltow-Stadt und damit aus dem Berliner Zentrum endet, steht der erste Wegweiser nach Spandau. Die darauf angegeben 13 Kilometer beziehen sich auf eine direkte Tour, die aber viele schöne Plätze an der Havel auslässt.

Zum Sowjet-Denkmal

Wir folgen zunächst dem Hinweisschild und fahren auf der Rathenaustraße immer gerade aus. Nach der Überquerung der Parkstraße folgt auf der linken Seite der Rathenaupark (2) mit dem Denkmal für 1945 gefallene sowjetische Soldaten. Rechts steht das imposante Torhaus der Rathenausiedlung aus den 1920er Jahren. An der nächsten Kreuzung biegen wir nach links in die Neuendorfstraße ein, auf der wir bis nach der Eisenbahnbrücke bleiben. Die Hafenstraße führt in einen ruhigen Ortsteil voller Geschichte.

Auf dem Mauerradweg

Wir befinden uns nun auf dem gut ausgeschilderten und überwiegend glatten Mauerradweg. Vorbei am kleinen Yachthafen erreichen wir den Oder-Havel-Kanal (3), an dessen Ufer wir die Eisenbahn unterqueren. Der Weg führt am Bombardier-Gelände und am ehemaligen Hafen des früheren Lokomotivwerks vorbei und zwingt uns später zur Überquerung der Havel auf einer Straßenbrücke. Am Ufer stehen schon bald die ersten Hinweistafeln zur einstigen Mauer. Weil auf Höhe des Walter-Kleinow-Rings die Grenze in der Mitte des Nieder Neuendorfers Sees verlief, wurden zur besseren Sicherung von der östlichen Seite mehrere Lastkähne als künstliche Barriere versenkt (4). Sie dienen Wasservögeln als natürliches Riff. Die ganze Geschichte der Grenze in dieser Region erzählt die Ausstellung im ehemaligen Wachturm direkt am Mauerradweg (5).

Am Ufer entlang

Dieser begleitet uns durch ein schönes Waldgebiet bis zur Spandauer Stadtgrenze in Hakenfelde und nimmt dann einen anderen Verlauf. Wir folgen auf unserer Strecke nun der Uferpromenade und passieren das Restaurant Jagdhaus (6). Am Ende der Straße Aalemannufer verkehrt die Autofähre zum Anleger Jörsstraße in Tegelort. Von dort besteht die Möglichkeit, zum Tegeler See zu radeln.
Wer aber zum S-Bahnhof Spandau will, überquert den Aalemannkanal auf der schwungvollen Brücke und setzt die Tour entlang des Ufers bis zum Elkartweg fort. Von diesem zweigt wenig später der Fährweg ab, der zur Personenfähre (7) zu den Inseln Valentinswerder und Maienwerder sowie nach Tegelort führt.

Weiter zum Maselakepark

Unserer Radtour verläuft aber auf dem Elkartweg weiter bis zur Werderstraße, in die wir nach rechts einbiegen. Diese stößt auf die Goltzstraße, auf der wir bis zur Kreuzung mit der Rauchstraße bleiben. Wir fahren auf der Rauchstraße nach links bis zum Abzweig der Bamhilstraße. Jetzt geht es auf einer schönen Strecke durch den Maselakepark (8) bis zur Streitstraße. Hier herrscht heftiger Autoverkehr, aber an der nächsten Kreuzung biegen wir schon nach links in die Havelschanze ein. Kurze Zeit später kommt wieder die Havel in den Blick. Wir radeln nun entlang eines alten Hafengeländes mit Blick auf die nahe Insel Eiswerder, passieren die Eiswerderstraße und fahren durch das ehemalige Schultheiß-Brauereigelände. Auf der Körnerstraße halten wir uns rechts und wenig später haben wir die Neuendorfer Straße erreicht, in die wir nach links einbiegen. Man kann auch bis zum Ende der Wröhmännerstraße weiterradeln, die ebenfalls auf die Neuendorfer Straße trifft.

Am Ufer entlang

Auf beiden Straßenseiten der Hauptverkehrstrasse befinden sich Radwege. Über den Kreisverkehr des Falkenseer Platzes (9) und den Altstädter Ring werden der Platz gegenüber vom Rathaus Spandau und gleich danach der Bahnhof Spandau (10) erreicht. In der Altstadt fehlt es nicht an Einkehrmöglichkeiten. Außerdem liegt die Zitadelle Spandau nur einen Steinwurf entfernt.

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