Rückblick : Die Kinder können Feste feiern

Über einen Mangel an Kindertagen können sich die Berliner Türken auch in diesem Jahr nicht beklagen. Im Laufe des Jahres erlebt die Stadt mindestens vier große Feste, die den Kindern dieser Welt gewidmet sind.

Suzan Gülfirat

Berlin Ein türkischer Veranstalter hat am Wochenende vor dem Roten Rathaus gewissermaßen die Saison der Kinderfeste eröffnet – vorfristig. "Begeisterung für den 23. April erfasst Berlin", titelte die Hürriyet am Sonntag. Die Milliyet berichtete auf ihrer Titelseite, dass Bezirksbürgermeister Christian Hanke auf dem Fest ein türkisches Seiteninstrument gespielt habe. Schirmherr war der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit.

Die Türken begehen ihren internationalen Kindertag traditionell am 23. April, weil an diesem Tag vor 85 Jahren die Türkische Republik gegründet wurde. In der Türkei ist dieser Tag seitdem ein offizieller Feiertag – hierzulande fällt er mitten in die Woche. Ein anderer Veranstalter wird dann am kommenden Wochenende vor dem Brandenburger Tor seinen "23. Nisan" feiern. Das Programm steht noch nicht fest, aber auf der Webseite des Veranstalters steht bereits das Grußwort von Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU). Zwei andere – nicht ursprünglich türkische – Kindertage sollen folgen. Das Familienzentrums FEZ in Köpenick wird seinen "Internationalen Kindertag" vom 30. Mai bis zum 1. Juni feiern. Dieser Kindertag rief einst die DDR ins Leben. Der "Weltkindertag" der Hilfsorganisation Unicef findet am 21. September am Potsdamer Platz unter der Trägerschaft des Deutschen Kinderhilfswerkes satt. Unklar ist derzeit, ob das Fest zum 23. April, das seit 1989 im Volkspark Schöneberg gefeiert wird, auch dieses Jahr stattfindet. 

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