Berlin : Rückenwind aus dem Akku

Für den Gurkenradweg oder andere Touren kann man jetzt neue Elektrofahrräder ausleihen

Ganz leicht. Elektrobikes machen das Radeln sehr bequem. Foto: Kai-Uwe Heinrich
Ganz leicht. Elektrobikes machen das Radeln sehr bequem. Foto: Kai-Uwe Heinrich

Auf dem Gurkenradweg rollen die Fahrräder fast von allein. Dieser Satz ist neuerdings im Spreewald durchaus wörtlich zu nehmen, was aber nicht allein am flachen Landschaftsprofil liegt. „E-Bike“ heißt das neue Gefährt, dass ständig ein Gefühl von Rückenwind erzeugt. Seit Mitte April rollen Fahrradtouristen durch den im Süden an Berlin grenzenden Landkreis Dahme-Spreewald. An 50 Verleihstationen zwischen Königs Wusterhausen im Norden und Lübben im nördlichen Teil des Spreewaldes können sowohl Räder der schweizerischen Marke „Flyer“ gemietet als auch Akkus gewechselt werden. Somit kann beispielsweise von Lübben aus der ganze Spreewald in Richtung Schlepzig beziehungsweise nach Lübbenau, Burg und sogar Cottbus spielend leicht erkundet werden.

„Die bisherigen Reaktionen fallen sehr positiv aus“, sagt Dana Claus, Chefin des Tourismusverbandes Dahme-Seen. „Fast alle Menschen lächeln, wenn sie das erste Mal ein Elektrofahrrad besteigen und bei wenig Anstrengung gut vorankommen.“ Die Begeisterung zeige sich nicht nur bei ungeübten Radlern, die nun dank des Elektromotors erstaunlich viele Kilometer zurücklegen können. Auch gut trainierte Sportler würden sich ohne Scheu für ein sogenanntes Pedelec entscheiden, weil sie damit ein größeres Gebiet erschließen könnten. Sicher würden sich auch die günstigen Verleihpreise auf die gute Resonanz auswirken. Pro Tag koste ein Rad 20 Euro, drei Stunden sind für acht Euro möglich.

„Ein Akku reicht für eine Strecke zwischen 40 und 80 Kilometern“, versichert Anna Ebetshuber, die im Auftrag des süddeutschen Anbieters „Movelo“ die erste Brandenburger „E-Bike-Region“ betreut. „Entscheidend sind das Gewicht des Radlers, der Reifendruck, die Beschaffenheit des Weges und der eingestellte Unterstützungsgrad zwischen 50, 100 und 150 Prozent der Muskelkraft.“ Der Motor erlaube eine maximale Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde.

Ein Selbsttest fiel durchaus positiv aus. Die nur 22 Kilogramm schweren Räder ließen sich gut auf dem mitunter nicht ganz glatten Gurkenradweg steuern und leicht auf den hölzernen Brücken über den Spreewaldfließen transportieren (www..movelo.com). Ste.

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