Berlin : Rückkehr zum Way of Life

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Bei diesem Fest im Bundeskanzleramt ging es weder um Rot noch Grün, nein, die Farbe Blau überwog. Die rund 500 Jugendlichen im Garten des Bundeskanzleramtes trugen alle knallblaue T-Shirts – entweder direkt am Körper, lässig um den Hals gehängt oder cool über der Schulter. Magdeburg, Chemnitz, Washington oder auch San Diego stand auf ihnen geschrieben.

Die blauen Hemden teilten die Schüler in verschiedene Städtegruppen ein, die später beim symbolischen Marathon Berlin-New York gegeneinander liefen. Wären es die Herkunftsorte der Kids gewesen, dann hätte wohl fast nur Berlin oder New York auf den Shirts gestanden. Denn Anlass des Sommerfestes am Rande der Spree war der Besuch von 190 Jugendlichen aus New York unter dem Motto „The bridge: New York – Berlin“. Sie waren als letzte Gruppe von insgesamt 1000 Jugendlichen aus den USA nach Deutschland gekommen, um hautnah die Solidarität der deutschen Jugendlichen zu spüren und nebenbei auch das Land kennen zu lernen. Knapp eine Woche lang wohnten sie bei Gasteltern – bis sie vor einigen Tagen in die Hauptstadt kamen. Das Fest beim Bundeskanzler war der Höhepunkt der Reise. Und das nicht nur, weil sie dem deutschen Regierungsoberhaupt begegnen durften. Schröder freute sich, dass die Brücke zwischen den Ländern gehalten habe. Er dankte den Sponsoren, die mit mehreren Firmenständen um das Interesse der Schüler konkurrierten, versuchte sich dann auch selbst noch als Basket- und Fußballer, letzteres unter den kritischen Augen von Hertha-Trainer Huub Stevens. Die Deutsche Post hatte einen Formel-1-Wagen aufgefahren, in dem man per Simulator ein Rennen absolvieren konnte. T-Online stand mit einem Internet-Multi-Media-Café am Eingang des Festes. Die Deutsche Bahn hatte den Basketball-Korb aufgebaut, der ständig umlagert war. Die Deutsche Welle bot an ihrem Stand ein Moderatorentraining an. Vivien Leue

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