Berlin : Rückschau aus Lesersicht

Ausstellungseröffnung zum 60-jährigen Bestehen des Tagesspiegels

-

Das Foto stammt von 1963. Ein Junge steht in der jubelnden Menge am Straßenrand und hält ein Schild hoch, auf dem steht „Johnny komm bald wieder“. Das war zum Staatsbesuch des damaligen USPräsidenten John F. Kennedy in Berlin. Geschossen hat das Bild Tagesspiegel-Leser Hilmar Schermall. Gestern konnte er sein Foto in der Ausstellung „60 Jahre Tagesspiegel“, die noch bis zum 24. September in den Arkaden am Potsdamer Platz gezeigt wird, stolz bewundern.

So wie viele andere Leser, die gestern zur Eröffnung kamen. Sie waren dem Aufruf der Zeitung Anfang des Jahres gefolgt und hatten Berlin-Fotos aus den Jahren 1945 bis heute eingesandt. „Wir haben so viele Bilder bekommen, dass wir leider nicht alle berücksichtigen konnten“, sagte Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt bei der Begrüßung. 60 Jahre Tagesspiegel, das bedeute auch, von Anfang an „frei und deutlich“ eine Meinung vertreten zu dürfen. „Wir waren so frei und haben es genutzt“, sagt Maroldt. „Das gefällt nicht immer allen.“ Das breite Spektrum der Zeitung habe sich auch am Wahlsonntag innerhalb der Redaktion gezeigt. „Während die einen nach der Prognose am liebsten die Sektkorken hätten knallen lassen, sind andere tief in sich zusammengesunken.“

Neben den Leser-Fotos sind auch Tagesspiegel-Titelseiten der letzten 60 Jahre in der Ausstellung zu sehen. „Sensationen überlassen wir gern dem Zirkus“, heißt es auf einer der Postkarten, auf der dieser Werbespruch von 1975 gedruckt ist. Die Karten sowie Schreibblöcke mit ausgewählten Titelseiten eignen sich ebenso als Geschenk wie die Sonderausgabe des kleinen Duden: Dort finden sich – dank der Mitarbeit der langjährigen Landespolitik-Redakteurin und Berlin-Kennerin Brigitte Grunert – 2000 typisch Berliner Worte und Wendungen. Ab 27. September gibt es den Duden (11 Euro) auch in der Tagesspiegel-Geschäftsstelle, Potsdamer Straße 87, zu kaufen. tabu

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben