Berlin : Rührstückmit Rock-’n’-Roll

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Hedwig wird als Hansel Schmidt in Ost-Berlin geboren, hört West-Radio und träumt von der Freiheit. Die kommt eines Tages in Gestalt eines homosexuellen GIs zu Hansel, dessen Heiratsantrag er sofort annimmt. Die Sache hat einen Haken: Der GI verlangt von Hansel eine Geschlechtsumwandlung. Hansel willigt sofort ein, doch bei der Operation geht etwas schief. Übrig bleibt ein zentimeterlanger Stumpen, der „angry inch“. Er reist trotzdem in die USA, wo der GI den zu Hedwig gewordenen Hansel sitzenlässt. Es ist Herbst 1989, als sie schließlich in einem billigen Wohnwagenpark in Kansas vom Fall der Mauer erfährt. Doch eine Rückkehr ist nicht möglich, und Hedwig ist von ihrer eigenen, inneren Einheit weiter entfernt als je zuvor. Eine neue Liebe bleibt unerfüllt, Hedwig tingelt durch Bars und Clubs in Amerika und singt ihre Rockballaden. Je mehr sie singt, desto mehr gibt sie von sich preis.

Neben der Bühnenfassung des Musicals gibt es einen Film, in dem Mitchell selbst die Hauptrolle spielt (siehe Foto). 2001 lief der Film im Panorama der Berlinale und gewann den „Teddy“. Danach tauchte er auf anderen Filmfestivals auf, ist seither aber auf deutschen Leinwänden nicht zu sehen gewesen.

Die Bühnenfassung von „Hedwig and the Angry Inch“ hat Premiere am 3. Oktober im Glashaus an der Arena Treptow. Hauptdarsteller ist Drew Sarich, den Musicalfans kennen als Darsteller der Titelrolle im „Glöckner von Notre Dame“. Regie führt Rhys Martin. Karten gibt es an allen Vorverkaufsstellen, im Internet ( www.arena-berlin.de ) und telefonisch: 5337333. oew

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