Berlin : Ruhe am Pulverfass

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VON TAG ZU TAG

Christian van Lessen vermisst

klärende Informationen der Gasag

Der Lärm der Explosion, die am Freitag Teile von Charlottenburg und Spandau erschütterte, steckt den Anwohnern noch in den Knochen. Der Schock sitzt tief. Viele, die hier wohnen, haben zum ersten Mal erfahren, dass sie über einem Erdgasspeicher leben, der zum Pulverfass werden kann. Explodierte bislang nur die kleine Sonden-Prüfstelle am Rand eines Wäldchens, so kann eine Explosion an der Füllstation mitten im Wohngebiet verheerende Folgen haben. Wie können die Leute dort noch ruhig schlafen oder an was anderes denken? In einer solchen Situation hätten sie sich Informationen und ein persönliches Gespräch durch die Gasag gewünscht. Das aber gab es nicht; die Gasag will sich erst heute äußern. Dabei hat das Unternehmen Verantwortung – nicht nur für die technische Sicherheit der Anlage, sondern auch für die Information der unmittelbar Betroffenen. Drei Tage sind für die Anwohner eine sehr lange Zeit, in der Spekulationen düsterster Art blühen können. Sie hätte die Anwohner längst aufklären müssen. So läuft sie Gefahr, dass die Explosion auch das Vertrauen in die Gasag erschüttert.

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