Rummel, Glühwein und Holy Shit : Weihnachtsmärkte eröffnen am Montag in Berlin

Jetzt ist es wieder soweit: Berlins Weihnachtsmärkte sind geöffnet. Natürlich gibt es die bekannten und großen, aber auch immer mehr kleine, feine und noch geheime. Hier unsere Tipps.

Luzi Wagner
Die Weihnachtspyramide steht alljährlich auf dem Adventsmarkt am Alexanderplatz. Doch auch wo anders weihnachtet es.
Die Weihnachtspyramide steht alljährlich auf dem Adventsmarkt am Alexanderplatz. Doch auch wo anders weihnachtet es.Foto: dpa

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Der Verwunschene

Der Weihnachtsmarkt „Lokhalle“ liegt im Schöneberger Naturpark. Auf dem Kunsthandwerksmarkt werden selbst genähte Patchworkdecken, Schokolade und lokal gefertigter Schmuck verkauft. Am ersten Advent öffnet das neue „Shakespeare in Weiß“-Theaterzelt, wo Szenen aus dem „Wintermärchen“ gespielt werden. Abenteurer können draußen am Wasserturm Stockbrot backen, Punsch schlürfen und „O Tannenbaum“ singen. Auch am zweiten Advent gibt es Programm: Die Weihnachtshexe Molly unterhält im Kindertheater und später spielt das Dudelsack- Ensemble „Berlin Pipe Company“.

Lokhalle Südgelände, S-Bahnhof Priesterweg: 1. und 2. Advent, 12–18 Uhr, Eintritt 1 Euro, für Kinder unter 14 frei

Der Kindliche

Advent-Ti-Amo bedeutet: Advent, ich liebe dich. Nach diesem Motto wird im FEZ-Jugendzentrum beim ersten Advent-Ti-Amo-Kreativ-Kinder-Weihnachtsmarkt gewerkelt. Jedes Adventswochenende steht unter einem anderen Motto. In der Weihnachtsbäckerei wird gebacken, man kann Seife selber gießen, in der Keramikwerkstatt arbeiten oder Stockbrot rösten. Das Weihnachtsmann-Trainingszentrum wirbt mit einem virtuellen Ausflug ins All und es gibt eine Tierkrippe.

FEZ, Straße zum FEZ 2, S-Bahnhof Wuhlheide, jedes Adventswochenende jeweils samstags 13 - 19 und sonntags 12 - 18 Uhr. Eintritt 1 Euro, Materialkosten sind nicht enthalten

96 Ortsteile, 96 Bilder, 100 Prozent Berlin
Neukölln, Ortsteil Neukölln. Große Güte, was sollen wir denn noch schreiben über Neukölln? Ach, zeigen wir lieber die besten Bilder aus dem hippen/dreckigen/juten, alten Neukölln (je nach Alter und Herkunft).Und stellen zwei knifflige Fragen: In welchem Ortsteil steht das Karstadt am Neuköllner Hermannplatz? Genau, in Kreuzberg (der Bürgersteig ist die Grenze, das überragende Dach gehört zu Neukölln). Und wer sind die beiden Figuren in der Mitte? Das "tanzende Pärchen" steht dort seit den 80ern, erschaffen wurde es von Joachim Schmettau und drehte sich früher sogar mal. Moment: Joachim Schmettau ... Schmettau? Ja, genau, das ist auch der Mann vom markanten Wasserklops am Europa-Center.Weitere Bilder anzeigen
1 von 96Foto: Kitty Kleist-Heinrich
14.01.2016 08:38Neukölln, Ortsteil Neukölln. Große Güte, was sollen wir denn noch schreiben über Neukölln? Ach, zeigen wir lieber die besten...

Für Weltenbummler

Friedrichshain hat seinen ersten eigenen Weihnachtsmarkt: „Holy Heimat“ ist ein Streetfood-Markt, ohne die üblichen Fahrgeschäfte und Touristenmassen. Mehr Wert wird auf qualitativ hochwertiges Essen und entspannte Atmosphäre gelegt. Besonders lokale Produkte sind beliebt, etwa heiße Weihnachtscocktails. Kinder können Märchen hören und Plätzchen backen. Es gibt Konzerte satt und sogar eine Eisbahn. Zu Silvester kann hier gemeinsam das neue Jahr eingeleitet werden.

Neue Heimat, Revaler Str. 99 (Ecke Dirschauer Str.), S-Bahnhof Warschauerstraße, 27. November bis 31.Dezember, Donnerstag bis Freitag von 15–24 Uhr, Samstag und Sonntag von 12–24 Uhr, an Weihnachtsfeiertagen geschlossen, Eintritt frei

Für Veganer

Ob zuckrige Belgische Waffeln oder fruchtiger Glühwein – auf dem vegan/vegetarischen Weihnachtsmarkt in der Arena Glashaus in Treptow bieten „Food Trucks“ ausschließlich fleischloses Essen an. Dafür kann man Inspiration an Ständen finden, die allesamt tierfreundliche Produkte aus Deutschland anbieten. Kreativ-Workshops für Kinder und Erwachsene gibt es und auch einen Boutiquemarkt. Mit Blick auf die Spree kann man Livemusik hören und dazu guten Gewissens schlemmen.

Glashaus Berlin, Eichenstraße 4, U-Bahnhof Schlesisches Tor/Treptower Park. Offen an allen Adventssonntagen, 14–22 Uhr, Eintritt 2 Euro

Der Nostalgische

Auf dem bekannten Weihnachtsmarkt am Schlossplatz stehen Wurstbuden und Kunsthandwerksläden einträchtig nebeneinander. Maronen, Winzer-Glühwein und Feuerzangenbowle werden von lokalen, aber auch von Händlern aus Deutschland, Tirol und dem Erzgebirge angeboten. Dröhnende Musik und schnelle Achterbahnen gibt es nicht, aber dafür ein 100 Jahre altes Riesenrad. Das verschafft einem einen Überblick über den Schlossplatz, bis hinüber zum Berliner Dom kann man aus luftiger Höhe sehen. Wahrsager verraten die Zukunft und Märchenerzähler versuchen, die rechte Besinnlichkeit zu schaffen.

Schlossplatz 1, Lustgarten, 24. November bis 28. Dezember, Montag bis Donnerstag 12 - 21:30 Uhr, Freitag und Samstag 11 - 22.30 Uhr, Sonntag 11 - 21.30 Uhr, Heiligabend ist geschlossen, vom 25. bis 28.Dezember von 11.30 - 21 Uhr, Eintritt frei

Der Hippe

„Stille Nacht, Heilige Nacht …“ von wegen! Auf dem Holy-Shit-Shopping-Markt legen lokale DJs auf. Zum 10-jährigen Jubiläum sind das dieses Jahr unter anderem Jim Avignon und Miss le Bomb. Tanzend und Glühwein trinkend lässt es sich einkaufen. Die Kraftwerkhalle wird in eine große Shopping Mall verwandelt, in der es von kreativen Köpfen und jungen Designern nur so wimmelt: Fotografien, Kleidung und Comics, Wohn- und Schmuckdesigns werden angeboten.

Kraftwerk Berlin, Köpenicker Straße 59 bis 73, U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße, 6. bis 7. Dezember von 12 - 22 und 12 - 20 Uhr. Eintritt 4 Euro

Der Traditionelle

Zum 42. Mal ist dieses Jahr Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt auf dem Richardplatz. Die klassische Bratwurst und auch exotische koreanische Speisen werden angeboten, Rixdorfer Schnäpse und Liköre verkauft. Mehr als 100 Aussteller unterstützen mit dem Verkauf ihrer Ware gemeinnützige Projekte. Angeboten werden selbst gebasteltes Spielzeug, Weihnachtsschmuck, Marmelade, Bürsten und Besen. Auch Ponyreiten, eine Schmiede und die drei Weisen aus dem Morgenland und ihre Kamele sind im Programm.

Richardplatz, S-Bahnhof Neukölln, U-Bahnhof Karl-Marx-Straße, 5. Dezember von 17 - 21 Uhr, 6. Dezember 14 - 21 Uhr, 7. Dezember 14 - 20Uhr

Der Bodenständige

Selbst fertigen ist vor der Marienfelder Kirche die Devise. Auf dem kleinen Weihnachtsmarkt an Lehmanns Bauernhof gibt es selbst gebackenes Brot, handgenähte Puppenkleidung und Perlenschmuck. In der Schauschmiede kann man sich Unikate aus Eisen machen lassen. Neuerdings ist auch ein Bergbauer aus Österreich dabei, der Spezialitäten wie Bergkräuterextrakte verkauft. Ein Schmuckworkshop für Kinder ist im Programm, eine Märchenerzählerin liest im Stall vor. Zu essen gibt es Marienfelder Bratwurst oder auch Erbsensuppe.

Lehmanns Bauernhof, Alt-Marienfelde 35, Nahmitzer Damm, 5. bis 7. und 12. bis 14. Dezember, Freitag von 14–20 Uhr, Samstag und Sonntag von 12–20Uhr

Lesen Sie hier, wie sich die Weihnachtsmärkte verändern.

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