Berlin : Rummelsburger Bucht: Der giftige Schlamm ist weg

Eine gute Nachricht aus dem Berliner Südosten: Die Entschlammungsarbeiten zur Teilsanierung der Rummelsburger Bucht im Bezirk Lichtenberg sollen Anfang November vorfristig abgeschlossen werden. So werde die Entnahme von insgesamt 60 000 Kubikmeter Nassschlamm in dem hochbelasteten und stark verlandeten nordwestlichen Teil des Sees in den nächsten Tagen beendet, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Montag mit.

Zusätzlich seien 10 000 Kubikmeter Nassschlamm am künftigen Standort des Berliner Schiffahrtscenter entfernt worden.

Der Rummelsburger See ist von der Industrialisierungsgeschichte Berlins und zweifelhaften Entsorgungspraktiken besonders betroffen. Der Grund des Gewässers ist den Angaben zufolge in der Hauptstadt am stärksten belastet. Insbesondere Schwermetalle, Mineralölkohlenwasserstoffe und weitere organische Schadstoffe haben sich im Schlamm angesiedelt.

Durch die Sanierung soll die Belastung des Sees reduziert und die Geruchsbelästigung durch Faulgase unterbunden werden. Deshalb ist nach Angaben der Senatsverwaltung ab 2001 geplant, mit speziellen innovativen Verfahren vor allem den im Sommer auftretenden Gerüchen zu Leibe rücken. Zur Bindung der ausgasenden Schwefelwasserstoffe und zur Oxydation des Faulschlamms werden dem Sediment Eisenpräparate und Kalknitrat dazu gegeben. Rund um die Bucht sind bereits viele Häuser gebaut worden.

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