Berlin : Russische Nächte sind lang

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Bei der Wahl ihres Partyorts zur Feier des russischen BerlinaleBeitrags „Nightwatch“ haben die Veranstalter des Verleihs Fox-Film deutlich Berlin-Kompetenz bewiesen. Sie luden nach der Premiere in den Techno-Club Tresor. „Nicht besonders originell“, hörte man da einige Besser-Berliner sagen, was aber beweist: Die Herrschaften haben keine Ahnung. Denn es wird definitiv die letzte Berlinale-Party sein, die an diesem weihevollen Ort der elektronischen Musik stattfindet, schließlich macht der „Tresor“ im April zu. Da wurde es allerhöchste Zeit, den Club, der doch so nah am Festivalgeschehen liegt, noch schnell in die Party-Annalen der Berlinale aufzunehmen, schließlich war es das erste Mal, dass hier eine Berlinale-Party stattfand. Und nicht nur das: Hier hat noch nie eine der vielen Film-Partys stattgefunden, die es in der Stadt so gibt.

Kein Wunder also, dass sich die Jury-Mitglieder Roland Emmerich und Bai Ling die Fete ebenso wenig entgehen ließen wie „Kinsey“-Star Liam Neeson . Für „Kinsey“, den Abschlussfilm des Festivals, hatte Fox-Film am Samstagnachmittag lediglich einen Cocktail im ChinaClub organisiert. Das hatte nichts mit der Wertschätzung für den Film zu tun, sondern war allein der Tatsache geschuldet, dass die Fox keine Party-Konkurrenz zum Abschluss-Dinner der Berlinale veranstalten wollte. Also konnte die Fox ihre Party für den erfolgreichsten russischen Film aller Zeiten im „Tresor“ umso opulenter feiern, mit russischem Bier, russischem Konfekt und russischer Musik. Mittenmang die Schauspieler Robert Stadlober und Kostja Ullmann („Sommersturm“). Die letzten Partysüchtigen sollen dann am Sonnabendmorgen gegen 8 Uhr 30 den Club verlassen haben… oew

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