S-Bahn-Ärger : Nach dem Konzert in der Waldbühne wurde es eng

DAS PROBLEM
Eine milde Sommernacht, schön entspannt vom Konzert der Philharmoniker in der Waldbühne zum nahen S-Bahnhof Pichelsberg oder zur etwas weiter entfernten Station Olympiastadion laufen – und dann das: Mega-Gedränge auf dem Bahnsteig der Linie S5 Richtung City, völlig überfüllte Züge, Platzangst, Stimmung kaputt. Warum kann die S-Bahn nicht nach Großveranstaltungen wie dieser mehr Züge einsetzen und die Taktzeiten von 10 auf 5 Minuten verkürzen? Das fragten sich am Samstagabend tausende Waldbühnen-Gäste, die auf dem Heimweg ins S-Bahn-Chaos gerieten. Zumal nach Hertha-Spielen im Olympiastadion meist verstärkte Zugfolgen eingesetzt werden. Nach Fußballspielen des 1. FC Union im Köpenicker Stadion „An der Alten Försterei“ aber wiederum selten.

DIE ANTWORT

Eine Bahnsprecherin sagte am Sonntag, mehr Züge als fahrplanmäßig vorgesehen setze man grundsätzlich nur ein, „wenn dies die Organisatoren von Großveranstaltungen vorher bei uns beantragen“. Solche Verstärkungen müssten langfristig abgesprochen und genauestens geplant werden, da sie vielerlei Folgen für das gesamte, eng aufeinander abgestimmte Berliner S-Bahn-Netz hätten. Was im Vorfeld des Philharmoniker-Konzertes in der Waldbühne besprochen worden war, ließ sich am Sonntag nicht feststellen. Zu dem Konzert kamen mehr als 22 000 Gäste. Bei Spielen von Hertha BSC im Berliner Olympiastadion handele die Bahn auch von sich aus, „da sie ja der Hauptsponsor des Sportvereins ist“, sagte die Sprecherin. „Da kennen wir die Veranstaltungstermine und kümmern uns um einen raschen Abtransport ohne allzu viel Gedrängel.“ (CS)

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