S-Bahn Berlin : Warten auf den Zehn-Minuten-Takt

Der Ausbau Schönholz-Tegel ist zwar eines der zentralen Projekte des Senats für den ÖPNV, der Zehn-Minuten-Takt klappt trotzdem nicht vor 2026.

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Warten auf die S-Bahn - viele wünschen sich häufigere Verbindungen. (Symbolbild)
Warten auf die S-Bahn - viele wünschen sich häufigere Verbindungen. (Symbolbild)Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Fünf Kilometer lang ist die Bahnstrecke zwischen Tegel und Schönholz. In Schönholz erreicht die S-Bahnlinie S 25 die Bahnen der S 1 Richtung Potsdamer Platz und Wannsee sowie die S 85 über Ostkreuz Richtung Grünau. Ein Zehn-Minuten-Takt wäre auf dieser Strecke also dringend nötig. Geht aber nicht, weil die eingleisige Strecke zweigleisig ausgebaut und mit moderner Signaltechnik ausgerüstet werden müsste.

Zehn-Minuten-Takt zwischen Tegel und Henningsdorf wenn überhaupt nicht vor 2035

Der CDU-Abgeordnete Tim Zeelen hat den Senat in einer schriftlichen Anfrage um Stellungnahme gebeten, wann dieser Wunsch der ÖPNV-Nutzer aus dem Nordwesten Berlins umgesetzt werden kann. Antwort der Senatsverwaltung für Klimaschutz, Verkehr und Umwelt: Der Ausbau Schönholz-Tegel ist eines der zentralen Projekte des Senats für den ÖPNV, die moderne Signaltechnik kann bis Ende 2023 installiert werden, der Zehn-Minuten-Takt klappt nicht vor 2026. Und als sei dies nicht schon deprimierend genug, gibt es noch dieses wörtliche Zitat aus der Antwort des Senats obendrauf: „Eine Verdichtung der S 25 von Berlin-Tegel nach Hennigsdorf (statt alle 20 dann alle 10 Minuten) ist seitens des Landes Berlin derzeit nicht vorgesehen.“

Das heißt im Klartext: Zwischen Tegel und Schönholz wird es in zehn Jahren besser, den Zehn-Minuten-Takt zwischen Tegel und Hennigsdorf werden die Berliner und die Brandenburger, wenn überhaupt jemals, bestimmt nicht vor 2035 erleben.

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