Berlin : S-Bahn-Störungen: Tausende betroffen Ärger auch über wenig Information

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Bei klirrender Kälte mussten gestern Tausende von SBahn-Fahrgästen auf Bahnhöfen der Linie 1 und des nördlichen Ringes ausharren: Mehrstündige Betriebsstörungen führten zu Verspätungen und Zugausfällen. Zum Teil hätten sich die Fahrzeiten verdoppelt, berichteten verärgerte Wartende. Zusätzlichen Unmut erregte, dass Mitarbeiter der S-Bahn nur unzureichend über die Verspätungen und Ausfälle informierten.

S-Bahn-Sprecher Ingo Prignitz entschuldigte sich im Namen des Unternehmens für die Störungen. Er räumte auch ein, dass Angestellte möglicherweise nicht ausreichend Informationen an die Wartenden weitergeleitet hätten: „Es passiert leider, dass sich Mitarbeiter nicht so kümmern, wie sich das unser Unternehmen wünscht.“

Die Betriebsstörungen hätten nicht im Zusammenhang mit der derzeit herrschenden Kälte gestanden. Vielmehr seien es „Standardstörungen“ gewesen, die immer wieder vorkommen könnten: Wegen eines Stromschienenschadens in der Nähe des Bahnhofs Wollankstraße verkehrte die S 1 zwischen 8.30 und 10.30 Uhr nur eingleisig, sagte Prignitz. Passagiere der S 1 und der S 25 mussten daher mehrmals die Züge wechseln, was Zeit kostete. Auf dem S-Bahn-Ring kam es zwischen Greifswalder Straße und Schönhauser Allee wegen eines Signaldefekts im frühen Berufsverkehr für mehrere Stunden zu Verspätungen und Zugausfällen.dpa/kt

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