Berlin : Saberschinsky-Nachfolge: Fünf stellen sich bei Körting vor

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Die Innenverwaltung gibt dem Personalkarussel bei der Polizei neuen Schwung: Nicht nur der seit Monaten unbesetzte Stuhl des Leiters des Landeskriminalamtes (LKA) ist inzwischenbesetzt, am morgigen Freitag werden auch die Weichen für die Neubesetzung des Postens des Polizeipräsidenten gestellt. Innensenator Ehrhart Körting hat die Bewerber für den seit November freien Posten zu Einzelgesprächen gebeten. Unter anderem sind der derzeitige Vize Gerd Neubeck und der ehemalige Bonner Polizeipräsident Michael Kniesel in der engeren Auswahl. Kniesel bestätigte dem Tagesspiegel, dass er für morgen 14.30 Uhr zum Gespräch in die Innenverwaltung gebeten wurde. Insgesamt gibt es fünf Bewerber für die Nachfolge von Hagen Saberschinsky.

Zum neuen Leiter des Landeskriminalamtes ist der bisherige Chef des Staatsschutzes, der 56-jährige Peter Michael Haeberer, ernannt worden, teilte die Innenverwaltung am Mittwoch mit. Er führte die Geschäfte seit dem Ausscheiden seines Vorgängers Hans-Ulrich Voß im September 2001 kommissarisch. Voß schied, wie berichtet, aus Gesundheitsgründen vorzeitig aus dem Polizeidienst. Ungeklärt ist bisher noch Haeberers Nachfolge als Staatsschutzchef.

Die Namen der Bewerber für den Posten des Polizeipräsidenten hält die Innenverwaltung geheim. Dort wollte man noch nicht einmal die Zahl bestätigen. Immer wieder wurde der bisherige Präsident des Bundesgrenzschutzpräsidiums Ost, Udo Hansen, als Nachfolger genannt. Ob der SPD-Mann sich beworben hat, ist unklar. Er würde gerne gerufen werden. Gerüchte, Hansen habe trotzdem eine Bewerbung abgeschickt, halten sich allerdings hartnäckig. Auch der Potsdamer Polizeipräsident Detlef Graf von Schwerin mag sich nicht zu einer eventuellen Bewerbung äußern. Er verliert mit der Polizeireform in Brandenburg Mitte des Jahres seinen Posten. Dann werden die bisher fünf Präsidien auf zwei verringert.

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