Berlin : Säugling schwer misshandelt

Sechs Wochen alter Junge schwebt in Lebensgefahr. 34-jähriger Vater legt Geständnis ab.

von

Nach schweren Misshandlungen schwebt ein sechs Wochen altes Baby in Lebensgefahr. Der Vater des Kindes wurde festgenommen. Bereits am Donnerstag war er dem Haftrichter vorgeführt worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 34-Jährigen versuchten Totschlag vor.

Die Eltern waren mit ihrem kleinen Jungen am Dienstagabend selbst in einem Krankenhaus im Bezirk Treptow-Köpenick erschienen. Den Ärzten zeigten sie eine große Beule am Kopf. Die Mediziner diagnostizierten daraufhin einen Schädelbruch, schwere Hirnschädigungen sowie Frakturen eines Beines und eines Armes. Der Säugling wurde stationär aufgenommen und wird in der Klinik nun intensivmedizinisch behandelt.

Die Eltern wurden von der Polizei befragt, um klären zu lassen, wie die Verletzungen entstanden sind. Eine spezielle Fachdienststelle des Landeskriminalamtes für „Delikte an Schutzbefohlenen“ übernimmt in solchen Fällen die Bearbeitung. Schnell wurde den erfahrenen Beamten klar, dass der Vater des Jungen mit einer offenbar erfundenen Geschichte von sich selbst ablenken wollte. Die Verletzungen waren so gravierend, dass ein Sturz oder Ähnliches nicht als Ursache herhalten konnten.

Intensive Ermittlungen ergaben dann schnell, dass der 34-Jährige selbst als Täter infrage kommt. Als ihm mitgeteilt wurde, dass er dringend tatverdächtig sei, räumte er ein, seinen kleinen Sohn in der gemeinsamen Wohnung geschüttelt und mit dem Kopf gegen einen Gegenstand geschlagen zu haben. Die 22-jährige Mutter des Jungen war zu dieser Zeit nicht in der Wohnung. Sie soll gerade ihre drei anderen Kinder im Alter von einem, knapp drei und vier Jahren an einem anderen Ort abgeholt haben.

Erst vor zwei Wochen hatte sich in Pankow ein ähnlicher Fall ereignet. Eltern brachten ihre fünf Monate alte Tochter mit schwersten Verletzungen in eine Klinik. Schnell war klar, dass der 42-jährige Vater das Mädchen misshandelt hatte. Das Baby starb wenige Tage später in einer Klinik.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar