Salomon Kalou : Nichts passiert – aber 10 000 Euro Schaden?

Salomon Kalou wehrt sich gegen die Darstellung, er habe die East Side Gallery beschädigt.

Laura Worsch
Der Hertha-Spieler, Salomon Kalou, hämmerte auf East Side Gallery ein
Der Hertha-Spieler, Salomon Kalou, hämmerte auf East Side Gallery einFoto: Screenshot ARD-Sportschau

„An dieser Nachricht ist nichts Wahres dran.“ Das schreibt Salomon Kalou beim Kurznachrichtendienst Twitter. Der Fußballer von Hertha BSC soll wie berichtet für einen Beitrag der ARD-„Sportschau“ mit einem Hammer auf die East Side Gallery eingehackt haben (wenn auch eher sanft und nicht so energisch wie einst die Mauerspechte). Die Künstlerinitiative East Side Gallery hat nun wie berichtet rechtliche Schritte gegen den Fußballer eingeleitet: Auf 10 000 Euro schätzt der Vorsitzende Kani Alavi den Schaden. „Wir klagen neben Sachbeschädigung auch auf Schadensersatz“, sagte er nach der Besichtigung am Dienstag. Gleich an mehreren Stellen soll der Hertha-Spieler nach Angaben Alavis Stücke aus der Mauer geschlagen haben. Die Löcher hätten je etwa sieben bis zehn Zentimeter Durchmesser.

Und was meint nun Kalou damit, die Nachricht sei falsch? Sein Arbeitgeber Hertha BSC sagt: Man habe das Video noch einmal gesichtet, es wurde nichts beschädigt. Kalou twittert, dass die Anwälte des Vereins eingeschaltet seien. Und auch der RBB nimmt den Spieler in Schutz: „Es sollte lediglich eine Mauerspechtsituation nachgestellt werden“, sagt Pressesprecher Justus Demmer. „Unseres Wissens ist dabei aber kein Schaden entstanden.“ Trotzdem werde der Sender sich den Vorgang im Detail ansehen. Ob nachgestellt oder nicht, Kani Alavi hält Aktionen dieser Art für falsch. „Das wird dann zum Vorbild für Millionen von Menschen.“ Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass Prominente anders behandelt würden als normale Leute. Das Mauerteil gehöre übrigens gar nicht zur East Side Gallery, sondern sei Eigentum des Bezirks Friedrichshain- Kreuzberg.

Video
Der Künstler Günther Schaefer während der Rekonstruktion seines Kunstwerkes "Vaterland" an der East Side Gallery.
Künstler kritisiert Umgang mit "East Side Gallery"
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