Berlin : Saniertes und umgebautes "Spucki" hat jetzt auch einen Saunabereich

wik

Das Sommerbad Lichterfelde, kurz "Spucki" genannt, gibt es nicht mehr - es ist jetzt ein Ganzjahresbad. Gestern wurde der neue Saunabereich des Traditionsbades eröffnet, der zusammen mit dem Freibad eine ganzjährige Nutzung des "Spuckis" ermöglicht. 8,5 Millionen Mark haben sich die Berliner Bäderbetriebe (BBB) Sanierung und Neubau kosten lassen.

In kräftigen Orange- und Gelbtönen präsentiert sich das neue Saunagebäude am Hindenburgdamm. Hier finden Erholungssuchende unter anderem zwei finnische Saunen, acht Solarien, drei Schwimmbecken, ein schneckenförmiges Tauchbecken und einen über 180 Quadratmeter großen Ruheraum. Ergänzt wird der Saunabereich durch ein Bistro mit Wintergarten und einer Saftbar. Über den Ruhebereich können die Saunagäste auch in ein beheiztes Schwimmbecken in den Freibadbereich gelangen - damit ist das "Spucki" ganzjährig nutzbar. "Als prima gelungen", lobte der Steglitzer Sportstadtrat Thomas Härtel (SPD) die Ergänzung des Schwimmbades aus dem Jahre 1907. Sommerbad und Sauna würden eine gute Symbiose eingehen.

Ganz ohne politischen Streit war die Sanierung des "Spuckis" nicht abgegangen. Als das Sommerbad vor ein paar Jahren aus der Verantwortung des Bezirkes in die der Bäderbetriebe wanderte und die Gesellschaft das Bad anschließend zur Sanierung für drei Jahre schloss, hagelte es in Lichterfelde Bürgerproteste. Eine Alternative gab es indes nicht. "Der Bezirk hätte nicht das Geld gehabt", sagt Härtel. Allerdings musste der Bezirk Kompromisse eingehen. So wurde die Wasserfläche des Freibades, das im August wieder eröffnet wurde, zum Bau des Saunabereichs von 400 Quadratmeter auf 255 Quadratmeter verkleinert. Nur so sei das Bad wirtschaftlich zu betreiben, begründeten die Bäderbetriebe damals die Entscheidung. Neben dem Schwimm- und Saunabetrieb wird noch ein Fitness-Bereich hinzukommen. Er soll im Frühjahr eröffnen.Der Sauna- und Schwimmbereich des Sommerbades Lichterfelde, Hindenburgdamm 9 - 10, ist täglich von 10 bis 23 Uhr geöffnet. Eine Tageskarte kostet 25 Mark, ermäßigt 20 Mark.

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