Berlin : Sanierung abgeschlossen: U-Bahnhof Nollendorfplatz wieder in altem Glanz

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Nach etwa vier Jahren Bauzeit stehen jetzt am U-Bahnhof Nollendorfplatz die Sanierungsarbeiten vor dem Abschluss. Etwa 16 Millionen Mark hat die BVG für die Grundinstandsetzung, die seit 1997 in mehreren Abschnitten erfolgte, ausgegeben. Der Bahnhof hat nicht nur Aufzüge, sondern auch einen zusätzlichen Eingang erhalten. Die Arbeiten seien zusammen mit dem Denkmalschutz vorgenommen worden, sagte BVG-Sprecherin Barbara Mansfield. Unter anderem mussten auch historische Fliesen ersetzt werden. Erneuert worden ist auch die Gedenkhalle für die gefallenen BVG-Mitarbeiter des Ersten Weltkriegs. Nicht zum Sanieurungsprogramm gehörte der Brunnen unter der Rampe der U-Bahn, der seit Jahren versiegt ist.

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Zur Feier der fast abgeschlossenen Arbeiten und zur Rückkehr an den alten Platz nach einem Renovierungsjahr gibt es beim U-Bahn-Imbiss am Donnerstag von 10 Uhr an Freibier und Erbsensuppe. Reinhard Gerecht feiert damit auch ein Jubiläum: Seit 30 Jahren können sich Fahrgäste - und Passanten - an dem Imbiss in der Vorhalle des Bahnhofs stärken.

In dem Bahnhof treffen sich drei U-Bahn-Linien. Die U 2 auf der Hochbahn, die bereits 1902 eröffnet wurde, die U 4, die zwar 1910 den Betrieb aufnahm, aber erst 1926 einen direkten Anschluss zum Bahnhof erhielt, und die U 1, die ebenfalls seit 1926 an den unterirdischen Bahnsteigen hält. Damals war der Bahnhof aufwendig umgebaut worden. Nach den Zerstörungen im Krieg wurde er in vereinfachter Form wieder aufgebaut.

Ursprünglich fuhren die Züge von der Warschauer Brücke kommend vom Nollendorfplatz aus abwechselnd zum heutigen Innsbrucker Platz und zur Uhlandstraße. Deshalb gibt es im Untergrund zwei Bahnsteige übereinander mit je zwei Gleisen. In den 60er Jahren beschränkte die BVG den Betrieb auf den Abschnitt Nollendorfplatz-Innsbrucker Platz. Später bauten die Berliner Verkehrsbetriebe den Bahnhof um, so dass ein Betrieb mit durchgehenden Zügen vom Innsbrucker Platz sowie aus Richtung Wittenbergplatz zur Warschauer Straße nach Angaben der BVG heute nur nach einem erneuten Umbau möglich wäre.

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