Sanierung im Zeit- und Kostenplan : Bettenturm der Charité bald fertig

Die Charité wird ab Jahresende ihren neu sanierten Bettenturm beziehen. An der Universitätsklinik scheint auf der Baustelle alles gut zu laufen.

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Aus der Drohnenperspektive. Blick von oben auf den sanierten Bettenturm der Charité in Mitte. Rechts neben dem Kran: der OP-Neubau.
Aus der Drohnenperspektive. Blick von oben auf den sanierten Bettenturm der Charité in Mitte. Rechts neben dem Kran: der...Helmut Schmidt / promo

Vielleicht muss Michael Müller (SPD) an der Charité pathetisch werden – es ist ja nicht so, als würde es auf allen Baustellen der Stadt gut laufen. Und so sagte der Regierende Bürgermeister am Montag auf dem Campus in Mitte: „Die Charité ist eine kompetente Bauherrin, die mit den erfolgreich laufenden Projekten zur Stärkung der Gesundheitswirtschaft der wachsenden Hauptstadt ebenso beiträgt wie zur Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandorts Berlin.“ Kurz: Die Universitätsklinik wird wohl planmäßig mit der Komplettsanierung fertig.

Anders als am BER oder der Staatsoper scheint also alles in Ordnung zu sein. Das weithin sichtbare Bettenhochhaus und der angeschlossene OP-Neubau an der Luisenstraße sollen ab Jahresende nutzbar sein – und nicht mehr kosten als angekündigt. Seinen Bürgermeister führte der Charité-Vorstandschef, Neurologe Karl Max Einhäupl, entsprechend stolz über die Baustelle. In den vergangenen Jahren hatte Einhäupl mit dem Senat immer wieder um Geld für die landeseigene Klinik streiten müssen.

Sanierung bei laufendem Patientenbetrieb

Völlig ausgeschlossen sind Verzögerungen selbstverständlich nicht. An einem Krankenhaus dieser Größe kann – zumal bei laufendem Betrieb – immer was passieren; die Patienten werden derzeit in einem Interimsbau auf der anderen Seite der Luisenstraße versorgt. Alles in allem kostet die Sanierung des Campus in Mitte 202,5 Millionen Euro. Das ist mehr als ursprünglich geplant, Einhäupl hatte die Extrakosten aber noch vor Baubeginn benannt und sich dafür die politische Zustimmung geholt.

Seit Baubeginn im Januar 2014 hat sich viel getan, die Fassaden sind fertig. Das einst rostbraune Hochhaus wurde 1982 eingeweiht und ist inzwischen mit einer strahlenden Aluminiumfassade und helleren Ein- und Zwei-Bettzimmern ausgestattet worden. Der Bettenturm mit seinen 21 Etagen ist 82 Meter hoch. Schon vergangenes Jahr wurde der OP-Neubau neben dem Bettenturm mit einem Richtfest eingeweiht. Neubau und Bettenhochhaus beherbergen zusammen rund 620 Betten.

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